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AMD Netzwerk NRW e.V.

www.amd-netz.de

 

Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V.

www.bsvw.de

 

Bundesverband der Rehabilitationslehrer /-lehrerinnen für Blinde und Sehbehinderte e.V.
(Orientierung & Mobilität / Lebenspraktische Fähigkeiten)

www.rehalehrer.de

 

DBSV Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V., Berlin

www.dbsv.org

 

Integrationsfachdienste für blinde und sehbehinderte Menschen

www.ifd-sehen.de

 

LAG Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW e.V.

www.lag-selbsthilfe-nrw.de

 

Lippischer Blinden- und Sehbehindertenverein e.V.

www.lbsv.org

 

WBH Westdeutsche Blindenhörbücherei e.V.

www.wbh-online.de

 

 

Geschäftsbericht 2010

Geschäftsbericht
des Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e. V. für das Jahr 2010


Der Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e. V. (BSVN) vertritt, als Selbsthilfeorganisation, die Interessen der im rheinischen Teil Nordrhein-Westfalens lebenden blinden und sehbehinderten Menschen. Ihm gehören 25 Mitgliedsvereine mit über 2.500 darin organisierten Personen an.


Der BSVN hat seinen Sitz in Meerbusch und unterhält dort zur Wahrnehmung seiner Aufgaben eine Geschäftsstelle.
Er ist ordentliches Mitglied des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Nordrhein–Westfalen e.V. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein arbeitet mit dem Lippischen Blinden- und Sehbehindertenverein e.V. sowie dem Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V. in der Arbeitsgemeinschaft der nordrhein-westfälischen Blindenverbände zusammen. Er nimmt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Aufgaben im Sinne des dritten Abschnittes der Abgabenordnung („Steuerbegünstigte Zwecke“) wahr.


Der Freistellungsbescheid des Finanzamtes Neuss wurde mit Datum vom 06.12.2010 ausgestellt.
Als Verband der freien Wohlfahrtspflege arbeitet er eng mit anderen Selbsthilfeträgern und Organisationen zusammen.
Der Verband enthält sich jeder parteipolitischer, konfessioneller und weltanschaulicher Betätigung.

Der Verband fördert die Erhaltung und Verbesserung der sozialen Stellung blinder und sehbehinderter Personen, sowie ihre berufliche Eingliederung insbesondere durch
- Einflussnahme auf die Gesetzgebung und -anwendung in Nordrhein- Westfalen - Seite 2
- Interessenvertretung / Zusammenarbeit in Gremien und anderen Organisationen - Seite 5

- Mitarbeit bei Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit in NRW - Seite 7
- Förderung der Mobilität Seheingeschränkter Personen und der Bewältigung ihres Lebensalltags - Seite 8
- Förderung der beruflichen Integration blinder- sehbehinderter Menschen - Seite 8
- Unterhaltung von Einrichtungen für mehrfach behinderte blinde Menschen sowie der Arbeits-, Senioren-, Erholungs-, Kur- und Gesundheitsfürsorge bzw. Beteiligung an deren Trägerschaft - Seite 8
- Durchführung von Konferenzen, Seminaren der Verbandsorgane - Seite 9
- Fortbildung der Ehrenamtlichen Mitarbeiter - Seite 12
- Patientenberatung - Seite 12
- Unterstützung und Pflege kultureller, geselliger und sportlicher Bestrebungen - Seite 15
- Information, Beratung und Hilfestellung in allen das Blinden- und Sehbehindertenwesen betreffenden Angelegenheiten - Seite 15
- Öffentlichkeitsarbeit - Seite 19


Einflussnahme auf Gesetzgebung, Verordnungen und Richtlinien und deren Anwendung in Nordrhein-Westfalen

NRW-Dialog zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen
Die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) ist im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten. Sie tangiert alle Lebensbereiche behinderter Menschen und fußt auf dem Prinzip der Inklusion. Unter Federführung des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW (MAIS) wurde der 2009 begonnene Dialog zur Umsetzung der BRK in Nordrhein-Westfalen in 2010 fortgesetzt. In den Gesprächen zu den Bereichen Bildung und Ausbildung, Arbeitswelt und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Zugänglichkeit wurden die Interessen blinder und sehbehinderter Bürger durch Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der BSV NRW zum Ausdruck gebracht.
Es ist davon auszugehen, dass die von uns vorgetragenen Aspekte in den für die Jahresmitte 2011 zu erwartenden Aktionsplan der Landesregierung „Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusive“ einfließen.


Novellierung des rundfunkrechtlichen Staatsvertrages / Stellungnahme der Blinden- und Sehbehindertenverbände NRW (AG BSV NRW)
Mit Schreiben vom 29.10.2010 wandte sich der BSVN, federführend für die AG der BSV NRW, mit dem Anliegen an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, in der Länderkammer darauf hinzuwirken, dass die Interessen blinder, und insbesondere taubblinder Menschen bei der Novellierung dieses Staatsvertrages Berücksichtigung finden.
Zusammenfassend stellen wir darin fest, dass wir im Bezug auf blinde und wesentlich sehbehinderte Menschen die Überführung der bisherigen Regelungen zur Gebührenbefreiung in eine Beitragsbefreiung für angemessen halten. Sollte ein abgestufter Beitrag eingeführt werden, erwarten wir die Berücksichtigung der Blindenhilfegrenze.
Außerdem erwarten wir, dass die von behinderten Menschen geleisteten Beiträge eingesetzt werden, um mehr Barrierefreiheit zu schaffen.
Die barrierefreie Versorgung auch blinder und sehbehinderter Menschen durch den Westdeutschen Rundfunk muss allerdings auch unabhängig davon deutlich verbessert werden.
Die Arbeitsgemeinschaft der Blinden- und Sehbehindertenverbände in NRW bietet dazu gern ihre aktive Mitwirkung an.
Im Antwortschreiben der Landesregierung wird unter Verweis auf ein Urteil des Bundessozialgerichts, die Praxis der gänzlichen Gebührenbefreiung zu ändern, auf die Möglichkeit eines zukünftig ermäßigten Beitrags für bisher von der Gebühr befreite Personen, verwiesen. Außerdem wird es weiterhin möglich sein, sich aus finanziellen Gründen befreien zu lassen.
Unsere Forderung, die Blindenhilfe in den Katalog der Befreiungsgründe aufzunehmen, wird von der Landesregierung in die Diskussion eingebracht werden.


Änderung des Kommunalwahlgesetzes / Initiative der BSV NRW im Rahmen der beabsichtigten Änderung
Zur zukünftigen Sicherstellung der eigenständigen, geheimen Wahl durch den von uns vertretenen Personenkreis bei Kommunalwahlen, wandten sich die BSV NRW, federführend durch den BSVW, an das Ministerium für Inneres und Kommunalwahlen NRW.
Hintergrund ist die Absicht der Landesregierung, das Kommunalwahlgesetz in einigen Punkten zu ändern.
Die BSV NRW fordern die Aufnahme einer Regelung zur Kostenerstattung an die Selbsthilfe für den ihr dadurch entstehenden Aufwand in dieses Gesetz.
Ihr wird die Erstellung und Verteilung von Wahlhilfen für blinde und sehbehinderte Wähler zwar zugebilligt – jedoch ohne einen geregelten Kostenersatz. Diese ist für Landtags- und Bundestagswahlen vorgesehen. Kommunalwahlen erfordern jedoch einen höheren Kostenaufwand, der von der Selbsthilfe nicht zu leisten ist. Wir wiesen darauf hin, dass Voraussetzung für diese Dienstleistung durch die Selbsthilfe eine möglichst weitgehende Vereinheitlichung der Stimmzettel ist. Beim Einsatz von Wahlautomaten dürften nur barrierefrei bedienbare Automaten zum Einsatz kommen.


Taubblinde Menschen / Wiedereinrichtung einer Beratungsstelle in Nordrhein-Westfalen
Die in 2009 gemeinsam von den BSV NRW, dem Förderverein für Taubblinde in Recklinghausen und dem Gehörlosenzentrum ergriffene Initiative zur Widereinrichtung der Beratungsstelle in Recklinghausen wurde am 12.05.2010 in einem Gespräch zwischen dem damaligen LVR Direktor, Harry K. Voigtsberger, Frau Ursula Benard (BSVW) und dem BSVN-Vorsitzenden, erörtert.
Der Bedarf für eine Beratungsstelle konnte verdeutlicht werden und wurde grundsätzlich auch nicht in Abrede gestellt.
Die Landschaftsverbände sehen zurzeit, da dies keine rechtliche Pflichtaufgabe für sie ist, keine Möglichkeit, diese Einrichtung in eigener Kompetenz zu fördern. Eine Lösung sei auf politischer Ebene anzustreben.


Hörfilmversorgung in NRW
Die Technik der „Audiodeskription“ ermöglicht es, stumme Szenen in Filmen mit einem akustischen Untertitel zu unterlegen. Sehbehinderte oder blinde Menschen werden dadurch in die Lage versetzt, dem Filmgeschehen besser folgen zu können. Die Versorgung mit derart aufgerüsteten Filmen durch die Fernsehanstalten ist in Nordrhein-Westfalen äußerst unbefriedigend.
Der Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein wandte sich im November 2010 federführend für die BSV NRW an die Landesrundfunk-anstalt, ihren Einfluss zur Verbesserung des Hörfilmempfangs in NRW geltend zu machen.
Der Direktor der Landesrundfunkanstalt, Dr. Brautmeier, sichert in seinem Antwortschreiben seine Unterstützung zur Erreichung einer Verbesserung der bisher noch unbefriedigenden gesetzlichen Regelung zu.

Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose in NRW (GHBG) / Blindengeldgesetz
Der Vorsitzende des BSVN, Gerd Kozyk, nahm im Februar 2010 vor dem Sozialausschuss des Landtags NRW zu dem Bericht der Landesregierung über das GHBG Stellung. Er betonte, wie auch in den schriftlichen Stellungnahmen der BSV NRW formuliert, die Bedeutung des Gesetzes als Eckpfeiler der Sozialpolitik. Er wies auf die Notwendigkeit des Erhalts dieses Gesetzes, aber gleichzeitig auch auf die der Weiterentwicklung hin.
Der Bericht der Landesregierung kommt zu dem Schluss: Der mit dem GHBG seinerzeit gefundene ausgewogene Kompromiss zwischen den Interessen der Sinnesbehinderten und denen der Kostenträger hat in den vergangenen Jahren zu einer Praxis ohne wesentliche Beanstandungen geführt, so dass aus Sicht der damaligen Landesregierung Veränderungen am GHBG nicht erforderlich seien.


Interessenvertretung / Zusammenarbeit in Gremien und anderen Organisationen

Landesbehindertenbeirat
Die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe NRW ist auch in diesem nach der Landtagswahl 2010 im Landesbehindertenbeirat vertreten. Dieses Gremium steht dem Landesbehindertenbeirat beratend zur Seite.
Dem 4-köpfigen Vertreterpool unserer Interessensvertretung gehören u. a. die Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen, Klaus Hahn, und des Blinden- und Sehbehindertenverbands Nordrhein, Gerd Kozyk, an. Der BSVN Vorsitzende nahm an den beiden in 2010 statt gefundenen Sitzungen dieses Gremiums teil.
Zur Amtseinführung des neuen Landesbehindertenbeauftragten, Norbert Killewald, waren die BSV NRW in die Staatskanzlei nach Düsseldorf eingeladen und vertreten.


Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW (LAG)

Eine schon traditionell enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zeichnet die gemeinsame Interessenvertretung für behinderte Menschen in NRW von Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe und Blinden- und Sehbehinderten-verband Nordrhein aus. Abgestimmte Stellungnahmen, zu unterschiedlichen Bereichen der Sozial-/Behindertenpolitik, sowie gegenseitige Einladungen zu Veranstaltungen und Konferenzen prägen die Zusammenarbeit. Beispielhaft sei hier die permanente Teilnahme von Vertretern des BSVN an den Fachkonferenzen der LAG, und deren Teilnahme an Seminaren unserer Fachgruppen in 2010 sowie die gemeinsame Durchführung eines Fortbildungsseminars der Koordinierungsstelle für Hochschulübergreifende Fortbildung, Fernuniversität Hagen, genannt.
Am 13. November fand in Düsseldorf die Mitgliederversammlung der LAG SB statt. Auf der Tagungsordnung standen Neuwahlen des Vorstandes. Der BSVN-Geschäftsführer wurde für drei weitere Jahre wieder als Kassenprüfer gewählt.
Im Jahr 2010 wurden, auf Vorschlag der LAG, zwei Verwaltungsrats-mitglieder des BSVN in die Programmbeiräte lokaler Fernsehsender berufen.


Verbändetreffen des Landschaftsverbandes Rheinland:
Am 10.11.2010 fand das jährliche Verbändetreffen beim Landschaftsverband Rheinland in Köln statt. Landesrätin Hoffmann-Badache informierte die Verbandsvertreter über gesetzliche Neuerungen und die Aufgaben des Landschaftsverbandes im sozialen Bereich. Auf Anregung des BSVN e.V. wurden die Themen Integrationsfachdienst im Bereich Vermittlung und neue Heimplätze für blinde und sehbehinderte schwerstmehrfach behinderte Menschen im Rheinland besprochen. Zum Themenbereich neue Heimplätze wurde ein Gespräch zwischen der Referatsleiterin Frau Lapp und Vertretern der beiden Wohnheime im Rheinland initiiert.


Rheinischer Blindenfürsorgeverein Düren
Der Geschäftsführer, Peter Henseler, vertritt unseren Verband beim Rheinischen Blindenfürsorgeverein Düren.


Nationale Koordinierungsstelle Tourismus für alle
Am 26.04.2010 prüfte Landesgeschäftsführer Peter Henseler im Auftrag des DBSV die Kasse der Nationalen Koordinierungsstelle Tourismus für alle, NATKO e.V. in Düsseldorf.


Medizinisch-soziales AMD-Dienstleistungsnetzwerk (AMD-Netz)
An der Altersabhängigen Makuladegeneration leiden mindestens 400.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung wird die Zahl der betroffenen Menschen steigen und die damit verbundenen Probleme zunehmend relevant werden. Ein 2009 von Prof. Dr. Dr. Meffert initiiertes Forschungsprojekt legte die Mängel an der Schnittstelle zwischen medizinischer und sozialer Betreuung dieser Patienten offen. Dieses Forschungsprojekt mündete in der Gründung des zunächst auf NRW bezogenen AMD-Netzes. Der BSVN war wie auch der BSVW in 2010 durch seine aktive Mitarbeit an Workshops und Konferenzen an der Entwicklung und Gestaltung des AMD-Netzes beteiligt. Im ersten Halbjahr 2011 wird das AMD-Dienstleistungsnetzwerk mit diesem Krankheitsbild beruflich Befassten und Organisationen sowie den Patienten zur Verfügung stehen. Es soll u. a. dazu dienen, die Zusammenarbeit an der Schnittstelle Arzt / Patient / soziale Organisation zu optimieren.
Für die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen stellt dies eine neue Herausforderung, aber auch die Chance dar, ihre Kompetenz in ein multiprofessionelles Netzwerk einzubringen, um so auch auf dem Gebiet der Patientenberatung dem nötigen Beratungs- und Hilfebedarf noch intensiver nach zu kommen.


Mitarbeit bei Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit in NRW

„Leitfaden Barrierefreiheit im Straßenraum“
Die Überprüfung dieses, im Juni 2009 vom Landesstraßenbaubetrieb NRW in Kraft gesetzte Regelwerk, nach einem Jahr Praxiserprobung, begann vereinbarungsgemäß im Herbst 2010. Dem damit befassten Arbeitskreis gehören außer Vertretern des Landesbetriebes, die Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW an. Die Überprüfung nach Änderungsnotwendigkeiten unter Wahrung der Interessen blinder/sehbehinderter Menschen wird in 2011 weitergeführt.


Signet „NRW ohne Barrieren“
An der Erarbeitung und Entwicklung dieser Initiative der damaligen Landesbehindertenbeauftragten, Angelika Gemkow, waren Vertreter des BSVN in mehreren Arbeitskreisen in der Staatskanzlei, Düsseldorf beteiligt. Das Signet wurde am 22.03.10 in einer Auftaktveranstaltung in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem durch die Landtagswahl bedingten Regierungswechsel verbundenen Wechsel im Amt der Landesbehindertenbeauftragten auf Norbert Killewald als neuem Beauftragtem, übernahm das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW die Federführung dieses Projektes. Zunächst soll nun eine Bestandsaufnahme der Gebäude von öffentlichem Interesse und das Einstellen in eine Internet-Plattform erfolgen. Auf dieser Grundlage soll das Signet weiter entwickelt werden. Der BSVN ist hieran beteiligt und drängt auf eine möglichst zeitnahe Einführung des Signets.


Förderung der Mobilität seheingeschränkter Personen und der Bewältigung ihres Lebensalltags

Das Erlernen der Technik des Umgangs mit dem „weißen Langstock“ ist für blinde oder stark sehbehinderte Menschen eine wesentliche Voraussetzung weitgehend selbstständig mobil zu sein. Dies bedeutet eine gravierende Steigerung ihrer Lebensqualität. Eine möglichst weitgehend selbstständige Mobilität ist zur Teilhabe an unserer Gesellschaft und des Arbeits- und Berufslebens unabdingbar. Der BSVN beschäftigt drei Rehabilitationslehrer/innen für den Bereich Orientierung und Mobilität (O&M) und Lebenspraktische Fähigkeiten, (LPF), die blinde- und sehbehinderte Menschen darin unterrichten, entsprechende Fertigkeiten zu erlernen. Bitte lesen Sie dazu (Seite 19) die Tätigkeitsberichte unserer Rehabilitationslehrer/-Innen für Orientierung und Mobilität“.


Berufliche Integration
Der Integrationsfachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland (IFD) hat im Auftrag des Integrationsamtes des Landschaftsverbands Rheinland, auch im Jahre 2010 wieder erfolgreich gearbeitet und die gesetzten Zielvorgaben deutlich übertroffen. Es gelang den Mitarbeitern im Arbeitsfeld Vermittlung 33 blinden oder sehbehinderten Menschen einen neuen Arbeitsplatz zu beschaffen.
In einem weiteren Zielfeld wurden die Beauftragungen des Integrationsfach-dienstes durch Dritte beschrieben. Hierbei und im Bereich Arbeitsplatzbegleitung übertraf unser Fachdienst die gesetzten Zielvorgaben. Besonders erfreulich ist die Bilanz unseres Integrationsfachdienstes bei der Sicherung von Arbeitsplätzen. Bitte lesen Sie hierzu (Seite 22) „den Bericht über die Arbeit des IFD für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland“


Beteiligung an Trägerschaften

Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Nordrhein gGmbH (BSZN)
Der BSVN unterhält, als alleiniger Gesellschafter, seit 11 Jahren diese Einrichtung für 24 Bewohner. Diesen, von einem besonders schweren Schicksal betroffenen blinden und sehbehinderten Menschen bietet die Einrichtung ein Zuhause mit individuellen Förderprogrammen durch unsere Mitarbeiter.
In gemütlich eingerichteten Einzelzimmern oder auch zu zweit wohnend, stehen den Bewohnern geräumige Aufenthaltsräume, die Küche sowie die verschiedenen Angebote im Untergeschoß (Therapie- und Werkräume) zur Verfügung.

Rund die Hälfte der Bewohner besucht keine Werkstatt für behinderte Menschen. Sie erhalten hier im Haus tagsüber ein individuelles Förderangebot. Bitte lesen Sie hierzu (Seite 23) die „BSZN Jahres Chronik 2010“.


AURA Zentrum Bad Meinberg gGmbH
Die Zukunftssicherung des AURA-Zentrum Bad Meinberg befasste im Jahre 2010 fast alle Gremien des BSVN e.V. In allen Vorstandssitzungen und den Verwaltungsratssitzungen wurden Wege des Fortbestandes der Erholungseinrichtung erörtert. Es fanden mehrere Gesellschafterver-sammlungen zu diesem Themenbereich in Bad Meinberg und Detmold statt. Mit den Vorständen der beiden anderen Landesvereine in Nordrhein-Westfalen wurde das weitere Vorgehen abgestimmt.
Mit allen Involvierten über die Fortsetzung der guten Arbeit in Bad Meinberg verhandelt. Viele Mitgliedsvereine des BSVN e.V. haben sich bereit erklärt, sich am Konsolidierungskonzept zu beteiligen.


Sitzungen der Verbandsorgane

Verbandstag:
Das höchste Organ des BSVN tagte am 07. November 2010 in Königswinter.
Dieser außerordentliche Verbandstag behandelte als einzigen Tagesordnungspunkt die Änderung der Verbandssatzung.
Die fristgebundene Änderung bis zum 31.12.2010 wurde wegen einer, von der Finanzverwaltung für gemeinnützige Vereine verlangten, Ergänzung notwendig.
Gleichzeitig wurde die notwendige Satzungsänderung zum Anlass genommen, die Verbandssatzung inhaltlich zu überarbeiten und insbesondere das neue Aufgabengebiet, die Patientenberatung des von uns zu vertretenden Personenkreises, in die Satzung aufzunehmen.


Verwaltungsrat:
Der Verwaltungsrat des BSVN e.V. tagte zweimal im Berichtsjahr. Die erste Sitzung fand am 20. März in Mönchengladbach, die zweite Sitzung am 06. November in Königswinter, statt.

Zu seiner Verwaltungsratssitzung in Mönchengladbach waren der Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen, Klaus Hahn mit seiner Ehefrau, als Gäste anwesend. Der Verwaltungsrat beschloss eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab 2011. Er beschloss die Gründung einer „Fachgruppe Auge“ unter dem Dach der BSV NRW. (Näheres entnehmen sie bitte dem Bericht weiter unten.) Der Wunsch und Wille zur Zusammenlegung der Landesverbände in Nordrhein-Westfalen wurde bekräftigt, die Erarbeitung einer entsprechenden Satzung beschlossen.

IFD informiert Vertreter der Mitgliedsvereine im BSVN e.V.
Im Anschluss an die Verwaltungsratssitzung fand eine Informations-Veranstaltung des Integrationsfachdienstes für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland statt. Die Mitarbeiter des IFD stellten ihre Arbeitsbereiche Vermittlung, Begleitung und Übergang Schule/Beruf vor und erörterten Wege für eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe und dem Fachdienst. An der Veranstaltung nahm vom Integrationsamt des LVR der Koordinator, Herr Hermann Kiesow, teil.

Auf der Verwaltungsratssitzung am 06. November in Königswinter wurde die Bilanz des Haushaltsjahres 2009 von den Delegierten zur Kenntnis genommen. Der Wirtschaftsplan für das Haushaltsjahr 2011 wurde verabschiedet. Der Verwaltungsrat beschließt, das Konsolidierungskonzept des Lippischen Blinden- und Sehbehindertenvereins für das AURA Zentrum Bad Meinberg mit zu tragen und stellt die Weichen hierfür. Der gänzliche Ausstieg unseres Landesverbandes als Gesellschafter der AURA-Zentrum Bad Meinberg gGmbH wurde beschlossen. Der Verwaltungsrat beschließt die Mitgliedschaft im Rheinischen Blinden- und Sehbehindertensportverein.


Der Vorstand
Im Berichtsjahr tagt der Vorstand zu 4 Sitzungen und einer Klausurtagung sowie zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen. Die Arbeit auf Landesebene im Vorstand ist auf viele Schultern verteilt:
Gerd Kozyk: Vorsitzender
Heinz van Well: 2. Vorsitzender und Vertreter bei der Westdeutschen Blindenhörbücherei, Münster
Manuela Landsberg: Frauen, Familie und selbstständige Lebensführung, Hörfilm, Augenerkrankungen
Manfred Meyer: Tourismusbeauftragter, Interessen der Physiotherapeuten, Öffentlichkeitsarbeit
Brigitte Otto-Lange: Die akustische Verbandszeitschrift „Nordrhein-Report“, und den Bereich Sport
Christian Pollmanns: Jugend, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung, Sehbehindertenarbeit
Bernd Winkelmann: Angelegenheiten taubblinder Menschen, Vertreter im Paritätischen, barrierefreie Kommunikation
Dr. Hans Zeißig: Berufliche Rehabilitation, Fortbildungen, übergreifende Konzepterarbeitung

Wechselweise nahmen Vorstandsmitglieder und der Geschäftsführer
an Gremiensitzungen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes teil.


DBSV-Verbandstag
Am DBSV-Verbandstag im Juni nahmen von unserem Landesverband Gerd Kozyk, Heinz van Well, Christian Pollmanns und Peter Henseler teil. Die Satzung des Bundesverbandes wurde geändert. Der DBSV sieht sich jetzt auch als Patientenorganisation. Des Weiteren standen Neuwahlen an. Präsidentin des DBSV bleibt Frau Reymann. Klaus Hahn, welcher auch von unserem Landesverband als Beisitzer vorgeschlagen worden war, wurde mit einem sehr guten Wahlergebnis wiedergewählt.


DBSV-Workshop Projekt Bußgeldmarketing
Auf einem Workshop Zukunftsperspektiven in Kassel hat der DBSV seine Mitgliedsorganisationen über die Einführung eines bundesweiten Geldbußenmarketings und einer bundesweiten Spendenakquise informiert. Eine hierauf spezialisierte Firma bietet hier eine Entwicklung und Abwicklung der Mailings, ein Beobachten des Marktes und entsprechende Verwaltungsarbeiten an. Gerd Kozyk und Peter Henseler nahmen für den BSVN e.V. an dieser Veranstaltung teil.


DBSV-Verwaltungsratssitzung
An der DBSV Verwaltungsratssitzung im Herbst 2010 in Magdeburg nahm Christian Pollmanns für unseren Landesverband teil.


Gemeinsame Vorstandssitzung von Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen (BSVW) und Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein (BSVN)
Am 13. Januar 2010 fand in Dortmund eine gemeinsame Sitzung der Vorstände von BSVW und BSVN statt. Themenschwerpunkte waren die Perspektiven eines Zusammenschlusses der beiden Verbände.
Die Vorstände verständigten sich darauf, dass die im Jahre 2011 neu zu wählenden Vorstände innerhalb der nächsten Legislaturperiode Lösungswege zur Zusammenlegung finden sollen. Das Projekt „Wir sehen weiter“ wurde als außerordentlich erfolgreich bilanziert und die Möglichkeiten seiner Fortsetzung erörtert.
Eine Zusammenlegung der berufsbezogenen Fachgruppen wurde als sinnvoll angesehen, und soll den in Betracht kommenden FG-Leitungen nahe gelegt werden.
Des Weiteren wurde der Versand der Wahlschablonen für die anstehende Landtagswahl besprochen.


Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen

BSVN Fortbildungsseminar
Vom 12. bis 14. März fand im AURA Zentrum Bad Meinberg das Fortbildungsseminar des BSVN statt. Zwei Themenstellungen standen auf dem Programm: Zum einen das Thema Presse- und Medienarbeit in den Vereinen, zu dem Frau Sigrid Gonsowski von der Universität Düsseldorf referierte. Das zweite Schwerpunktthema war die Vorstellung des neuen Bereiches „Rechtsdienstleistungen des DBSV“. Dieser Themenbereich wurde ausführlich von Dr. Michael Richter vorgestellt.


Augenmedizinische Selbsthilfetreffs

Am 29.01. und 26.02. fand in Düsseldorf je eine Schulung statt, um die Teilnehmer zu befähigen, in den jeweiligen Ortsvereinen den steigenden Bedarf an Beratung zu diesem Themenkreis noch besser gerecht zu werden.
Lothar Schubert, 1. Vorsitzender des BSV Düren, und der Augenarzt, Herr Dr. Wolfgang Anft, vermittelten sowohl Kenntnisse über die praktisch/organisatorische Durchführung derartiger Veranstaltungen, als auch medizinisch/anatomisches Wissen.
Die BSVN-Geschäftsstelle hat die teilnehmenden Mitgliedsvereine mit den, für diese Veranstaltungen notwendigen, Materialien, versorgt.

Projekt „Wir sehen weiter“ (WSW)
Das Projekt „Wir sehen weiter“ wurde im Jahre 2010 beendet. Viele Mitglieder unseres Landesverbandes wurden zu qualifizierten Beratern ausgebildet.
Am 16. Januar erhielten die Teilnehmer im Rahmen einer Feststunde von Landessozialminister Karl-Josef Laumann ihre Zertifikatsurkunde, als ehrenamtliche Berater der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe, überreicht.
Mit dieser persönlichen Geste hat Minister Laumann seine Anerkennung für das Engagement und die Wertschätzung der Kompetenz, die weit über die eigene Betroffenheit hinaus geht, zum Ausdruck gebracht.
Am 23. Januar fand im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Dortmund ein Gesamttreffen aller Absolventen unter Teilnahme von Vorständen und Geschäftsführungen der drei BSV in NRW statt.
Diese dankten allen Schulungsteilnehmern die sich im Laufe der zwei letzten Jahre mit Ausdauer, außerordentlichem Engagement und oft unter Zurückstellung privater Interessen, das Zertifikat erarbeitet hatten.


WSW-Aufbauqualifikation
Im November 2010 fand im BFW Düren in Abstimmung mit den BSV NRW eine Fortbildungsveranstaltung der Projektteilnehmer statt. Dieses 2-tägige Seminar vermittelte und vertiefte Kenntnisse über die „Berufliche Ausbildung und Rehabilitation für blinde und sehbehinderte Menschen“. Mitarbeiter des BFW Düren, des BFW Soest und der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Bonn vermittelten den 15 Teilnehmern verschiedene Aspekte dieses Themenbereichs. Die „Wir sehen weiter“-Berater zeigten sich beeindruckt von der Informationsfülle und –Qualität dieses Seminars und von den sehr individuell ausgerichteten Maßnahmen der beruflichen Ausbildung und Rehabilitation. Im Jahr 2011 kann das BFW Düren bei Bedarf ein solches Angebot wiederholen.


Fachgruppen und Beauftragte


Gemeinsame Fachgruppe „Netzwerk Auge“ gegründet

Der Verwaltungsrat des Blinden- und Sehbehindertenverbands Nordrhein beschloss auf seiner Sitzung am 20.03.2010 der Gründung einer gemeinsamen Fachgruppe „Auge“ (damaliger Arbeitstitel der BSV NRW) zuzustimmen.
Im Jahr 2010 haben die Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW eine Vorbereitungsgruppe ins Leben gerufen, mit dem Ziel, einen Konzeptentwurf für die Bildung des Netzwerks Auge zu erarbeiten.

Im April 2010 hat die Vorbereitungsgruppe die Arbeit aufgenommen. Der Vorbereitungsgruppe gehören an: Ina Jonas, Manfred Meyer, Bernd Winkelmann (BSVN), Walter Görlitz, Herbert Kleine-Wolter (BSVW), Danuta Feierabend und Martin Wegener (LBSV). Die Vorbereitungsgruppe hat sich im Jahr 2010 1 x in Düsseldorf und 3x in Dortmund getroffen und beraten.

Ein erstes Ziel des Netzwerks ist, Ratsuchende mit unterschiedlichen Augenerkrankungen (Patienten) und Angehörige über Augenkrankheiten und mögliche Therapien zu informieren. Nach der Diagnosestellung „Augenkrankheit“ durch den Augenarzt fragt der Patient zuerst nach Aufklärung über die Augenerkrankung und nach möglichen Therapien, damit das Augenlicht erhalten bleiben kann. Für die Beantwortung dieser Fragen hat der Augenarzt meistens nur wenig Zeit. Das Netzwerk kann helfen, die Lebenssituation und Versorgung der Menschen mit einer Augenerkrankung zu verbessern.

Die Gründung des Netzwerks Auge ist während einer zentralen Patientenveranstaltung im Jahr 2011 vorgesehen. Eine zentrale Patientenveranstaltung mit Vorträgen und Workshops zu AMD, diabetische Retinopathie, Glaukom und Katerakt.


Fachgruppenleiterkonferenz
Am 28.04.2010 fand in den Räumlichkeiten der Blindenvereinigung Essen eine Fachgruppenleiterkonferenz mit Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführungen der BSV NRW statt.
Die vorgetragene Statistik weist insgesamt 1.163 Mitglieder in den 9 gemein-samen Fachgruppen aus.
Ü ber die neugewählten Fachgruppenleitungen der „FG Jugend“ und der „FG für hör-/sehbehinderte Menschen“ wurde informiert.
Die anwesenden Fachgruppenleiter berichteten über ihre Aktivitäten und Planungen. Die organisatorische und administrative Zusammenarbeit mit den Geschäftsstellen wurde abgestimmt.
Dieser Sitzung ging am gleichen Datum und Ort eine Konferenz mit den Leitungen der 3 Fachgruppen für physiotherapeutische Berufe, Fachgruppe Industriearbeiter und Büroberufe, voraus.
Der einzige Punkt der Tagungsordnung:
Die von den Vorständen der BSV NRW angeregte Neustrukturierung mit dem Ziel einer Zusammenlegung der drei berufsbezogenen Fachgruppen zu einer Fachgruppe Arbeit und Beruf. Dieser Empfehlung konnte so nicht gefolgt werden.
Es wurde vereinbart, dass die 3 berufsbezogenen Fachgruppen miteinander Umsetzungsvorschläge für eine Fachgruppenübergreifende Zusammenarbeit erarbeiten.


Unterstützung und Pflege kultureller, geselliger und sportlicher Bestrebungen
Innerhalb der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW gibt es für Berufs- und Interessensbereiche Fachgruppen und Beauftragte, welche die spezifischen Belange blinder und sehbehinderter Menschen wahrnehmen.
Bitte lesen Sie dazu (Seite 25) die Tätigkeitsberichte der Fachgruppen und Beauftragten für:
Fachgruppe für
- Umwelt/Verkehr/Mobilität,
- Frauen, Familie und selbstständige Lebensführung,
- Taubblinde, hör-/sehbehinderte Menschen,
- Büroberufe,
- Sport,
- Industriearbeiter und Handwerker,
- Physiotherapeutische Berufe,
- Blindenführhundhalter

Beauftragte für:
- Tourismus,
- Sehbehinderte und der
- Diabetesbeauftragten

Dort finden Sie ebenfalls den Bericht des Landeskegelwarts und den über den „Bad Meinberger Treff“ sowie über den Deutschen Blinden- und Sehbehinderten Schachbund.


Information, Beratung und Hilfestellung in allen das Blinden- und Sehbehindertenwesen betreffenden Angelegenheiten
Neben der Vielzahl von Informationen und Mitteilungen, welche von der Verbandsgeschäftstelle versandt werden, ist unsere akustische Verbands-zeitung, der „Nordrhein-Report“, eines unserer wichtigsten Medien für unser Verbandsgebiet und darüber hinaus mit bundesweiter Verbreitung, zur Information blinder und sehbehinderter Menschen. Die Redaktionsleiterin, Brigitte Otto-Lange, stellt dies wie folgt dar:
Unsere Verbandszeitschrift „Nordrhein Report“ erschien auch in diesem Jahr wieder im 2 monatlichen Rhythmus und wurde mit großem Engagement von einem 5-köpfigen Team zusammengestellt.
Seit zwei Jahren erscheint unsere Zeitschrift als DAISY-CD in der DBSV Inform. Hierin produzieren in der Zwischenzeit 19 Landesverbände, sowie der Jugendclub und der Bayerische Jugendclub ihre Tonzeitungen.

Auf einer Tagung im Frühjahr 2010 wurde über die weitere Zusammenarbeit und Zusammenwachsung der DBSV Inform diskutiert. Ende des Jahres läuft das Projekt aus und soll danach als dauerhaftes Angebot des DBSV weitergeführt werden.

Unsere feste Position in der DBSV-Inform ist Platz 14.

Das vielseitige Themenspektrum haben wir auch in diesem Jahr beibehalten. Neben blindenspezifischen Informationen, wie zum Beispiel: In der Rechtsprechung über Änderungen bei unseren Personenkreis betreffenden Gesetzen, speziellen Reiseangeboten und Veranstaltungstipps, gab es Berichte über die Aktivitäten unserer Fachgruppen, über Sportveranstaltungen und Informationen über neue Hilfsmittel. Abgerundet wurde das Bild durch nette Geschichten zum Schmunzeln, einer Serie, die über, auch für blinde Menschen nutzbare Museen in NRW informiert und einer Rätselecke mit schönen kleinen und großen Preisen.
Zu wünschen wäre noch eine stärkere Beteiligung unserer Ortsvereine durch Berichte und eigene Beiträge aus dem jeweiligen Vereinsgebiet um die Gestaltung unserer Zeitschrift noch lebendiger werden zu lassen.

Ich danke allen, die sich an der Arbeit rund um den NRR beteiligt haben und hoffe sehr, dass sich die Schar der Hörer, zurzeit etwa 560, im kommenden Jahr weiterhin erhöhen wird.


Die Geschäftsstelle
Zur Wahrnehmung und Durchführung seiner Aufgaben unterhält der BSVN e.V. in Meerbusch eine Geschäftsstelle. Zu den regelmäßigen Aufgaben der Landesgeschäftsstelle gehören neben dem allgemeinen Tagesgeschäft der Verwaltung und der Umsetzung der Beschlüsse der Verbandsorgane vor allem:
Beratung der Ortsvereine
Unterstützung der Fachgruppen- und Beauftragtenarbeit, der Arbeitskreise und sonstigen Gremien
Vorbereitung von Projekten
Mittelbeschaffung
Ö ffentlichkeitsarbeit
Versand von Informationsmaterialien
Finanzbuchhaltung
Beratung von Betroffenen und deren Angehörigen
Unterstützung bei Hilfsmittelanträgen
Hilfen bei Problemen am Arbeitsplatz
Informationen über Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten
Unterstützung bei Wohnheimsuche und Betreutem Wohnen
Orientierung und Mobilitätstraining
Training von lebenspraktischen Fähigkeiten
Kontakt zu Landschaftsverband, Wohlfahrtsverbänden und sonstigen sozialen Trägern
Mitarbeit in der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter NRW
Beispielhaft seien die nachfolgenden Aktivitäten aufgeführt:


Wahlhilfen für blinde Wähler

Auch blinden und sehbehinderten Menschen in NRW wurde es ermöglicht, bei den Landtagswahlen im Jahre 2010 ihr Wahlrecht unabhängig, selbständig und geheim wahrzunehmen.
Zur Landtagswahl im Mai 2010 verschickte die Landesgeschäftsstelle über 3200 Wahlschablonen mit Informationen in Brailleschrift und als Hörmedium zur Handhabung der Schablone und einer Auflistung aller Wahlkreise und Kandidaten an alle Mitglieder der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe und Interessierte in unserem Einzugsgebiet.
Das Wahlinfo-Telefon der Geschäftsstelle stand nicht still.


RehaCare 2010
Der Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e.V. hat auf der RehaCare in der Zeit vom 6. bis 9. Oktober 2010 in Düsseldorf die
interessierte Öffentlichkeit über die Aufgaben und Leistungen der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe informiert.
An gewohnter Stelle in Halle 5, gemeinsam mit einigen Hilfsmittelanbietern, konnten wir den zahlreichen Messebesuchern die Arbeit unseres Verbandes darstellen.
Die diesjährige Fachmesse für Pflegebedarf, Menschen mit Behinderung und Hilfe bei chronischen Krankheiten, verzeichnete einen deutlichen Besucherzuwachs gegenüber dem letzten Jahr. Schwerpunkte an unserem Stand waren die Themenbereiche Orientierung und Mobilität sowie berufliche Integration. Zu beiden Themenbereichen standen jeweils hauptamtliche Fachkräfte des BSVN als Gesprächs- und Beratungspartner zur Verfügung.
Zahlreiche Schüler, Studenten und Lehrer besuchten unseren Stand.
Rechtsfragen und Fragen nach geeigneten Hilfsmitteln standen im Mittelpunkt.
Wir werden nächstes Mal wieder dabei sein, wenn es gilt, die Interessen der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe bei der größten Fachmesse ihrer Art, der RehaCare, zu vertreten.


Demonstration zum Erhalt des Blindengeldes in Schleswig-Holstein
Am 16. Oktober nahmen über 100 Mitglieder und Freunde unseres Landesverbandes an der Demonstration zum Erhalt des Blindengeldes in Schleswig Holstein in Kiel teil. Die Verbandsgeschäftsstelle organisierte die Hin- und Rückreise mit der deutschen Bahn. Hier war ein entsprechendes Kontingent reserviert worden.

Mitgliederversammlung Neuss:
Am 11. März 2010 fand die Mitgliederversammlung des Blinden- und Sehbehindertenverbandes für den Rhein-Kreis Neuss e.V. statt. Peter Henseler referierte über die Arbeit des Landesverbandes.

40 Jahre Vorsitz in Remscheid: Frau Brigitte Sommer
Am 12.09.2010 hatte der Remscheider Blinden- und Sehbehindertenverein viele Gäste zu seinem alljährlichen Herbstfest eingeladen. Alle Teilnehmer wussten Bescheid, nur die Vorsitzende Brigitte Sommer ahnte nicht, wer sie an diesem Tag noch beglückwünschen würde. Nachdem Brigitte Sommer selbst noch eine Ehrung für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft vorgenommen hatte, wurde sie dann für 40 Jahre Vorsitz im Ortsverein Remscheid geehrt. Als „heimliche“ Gratulanten dankten der zweite Vorsitzende des BSVN, Heinz van Well, Karin Lenhard vom städtischen Behindertenbeirat, der ehemalige Behindertenbeauftragte von Remscheid, Wilhelm Behrens und Verbandsgeschäftsführer Peter Henseler Brigitte Sommer für 40 Jahre energische und couragierte Vorsitzendenarbeit im Ortsverein Remscheid.

Mitgliederversammlung BSV Moers
Am 09. Oktober 2010 nahm Geschäftsführer Peter Henseler an der Mitgliederversammlung des BSV Moers und Umgebung teil. Er informierte die Mitglieder des Ortsvereins über die Arbeit des Landesverbandes und über das Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Nordrhein.

Mitgliederversammlung Wuppertal
Am 23. Oktober nahm Geschäftsführer Peter Henseler an der Mitgliederversammlung des Blindenvereins der Stadt Wuppertal e.V. teil. Auf dieser Versammlung gab sich der Verein den neuen Namen „Blinden- und Sehbehindertenverein Wuppertal e.V.“. Peter Henseler informierte die Mitglieder über die Arbeit des Landesverbandes.

Öffentlichkeitsarbeit

LVR Tag der Begegnung
Der inzwischen schon traditionelle LVR Tag der Begegnung fand im Berichtsjahr am 27. Juli im Essener Grugapark statt. Gemeinsam mit den beiden anderen NRW – Landesvereinen Westfalen und Lippe informierte unser Verband - vertreten durch Heinz van Well und Gaby Bergmann - die zahlreichen Besucher unseres Infostandes über die Arbeit der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe.


50 Jahre Berufsförderungswerk Düren
Am 22. September feierte das Berufsförderungswerk Düren seinen
50. Geburtstag. Gerd Kozyk und Peter Henseler vertraten den BSVN e.V. beim großen Festakt. In ihrer Festansprache brachte Landesrätin Martina Hoffmann-Badache ausdrücklich ihre Anerkennung für die Arbeit des Integrationsfachdienstes des BSVN für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland zum Ausdruck.
Der BSVN e.V. und der Integrationsfachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland informierten die zahlreichen Gäste über ihre Arbeit und Aufgaben.


Tätigkeitsberichte unserer Rehabilitationslehrer/Innen für Orientierung und Mobilität (O&M) und Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)

Stephanie Schäfer
In 2010 gelang es uns – da Frau Schlich uns wieder verstärkte - die Warteliste der Unterrichtskandidaten gut zu verkleinern, so dass inzwischen davon ausgegangen werden kann, dass wir relativ zeitnah einen Unterricht beginnen können.

Es blieb weiter bei guten Anfragen nach beiden Unterrichtsformen.

Ein Problem stellte in 2010 die Witterung dar, da wir zu Beginn des Jahres eine extrem kalte Zeit hatten, die auch noch lange andauerte und zum einen Straßenverhältnisse brachte, die es mir oft nicht möglich machte, den Klienten überhaupt zu erreichen, zum anderen aber auch viele Absagen von Klienten, die sagten, sie würden bei solchen Verhältnissen nicht auf die Straße gehen.

Leider gab es dasselbe Phänomen dann auch noch einmal am Jahresende – wobei es diesmal für mich persönlich dienstlich nicht so ins Gewicht fiel, da ich genau zu der Zeit mit einem gebrochenen Arm nicht arbeiten konnte…

In 2010 war ich als Standbesetzung auf der Reha-Care einen Tag eingesetzt und hatte ansonsten den zweiten Termin beim Kaufhof in Düsseldorf, bei dem die Mitarbeiter von mehreren Filialen fortgebildet wurden im Hinblick auf eine bessere Orientierung auf blinde oder sehbehinderte Kunden.

Zusammen mit den Kollegen besuchte ich die jährliche Fortbildungsveranstaltung des Berufsverbandes und nahm als Teilnehmerin an 2 neuen Veranstaltungen teil, die die Firma Schweizer ins Leben gerufen hat zusammen mit der Low Vision Stiftung in Würzburg.
Das Thema hier ist die Vernetzung von Organisationen und Institutionen oder anderen Fachleuten im Sinne der Betroffenen.
Die Veranstaltung heißt Round Table, der erste Termin war in Münster zum Anbahnen der Kontakte und der zweite in der Universitätsaugenklinik in Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Uhlig.

Die nächste Veranstaltung ist schon angeplant und wird im Berufsbildungswerk in Soest stattfinden, die Kollegen des Rehateams dort planen derzeit den Termin.

Ich habe in 2010 mit 31 Klienten gearbeitet, von diesen gab es vier Unterbrechungen wegen einer Erkrankung.
In der Regel begannen wir mit kleineren Bewilligungen, die aber in den meisten Fällen verlängert wurden.

Nun einige statistische Daten:
Erstbesuche: 11
Davon inzwischen bewilligte Maßnahmen (einige davon schon beendet oder im Nachantrag): 8
Erstschulungen: 24
Berufstätige: 9
Rentner: 29
Kinder und Jugendliche: 3
Frauen: 15
Männer: 16
Klienten mit Bedarf bei Dunkelheit: 18
Maßnahmen zur Einweisung am neuen Arbeitsplatz über die Arbeitsagentur oder den Rententräger: 4

Hannes Weidner
Im Berichtszeitraum wurden Schulungen mit 36 Teilnehmern durchgeführt. In 33 Fällen handelte es sich um Erstschulungen. Kostenträger waren 30 mal die Krankenkassen, 2 mal die Agentur für Arbeit, 1 mal die Rentenversicherung und 3 mal der Landschaftsverband.
19 Kurse wurden abgeschlossen. 4 Klienten sind aktuell in der Schulung.
5 Klienten warten mit schon erfolgter Nachbewilligung auf die Fortsetzung ihres Kurses. 1 mal wurde die Weiterbewilligung vom Kostenträger abgelehnt und 3 Klienten warten noch auf die Nachbewilligung. 1 Kurs wurde aus persönlichen Gründen unterbrochen 2 wegen gesundheitlicher Probleme ausgesetzt.
2010 wurden 15 Menschen in Erstgesprächen zur Schulung in O&M beraten. 8 von ihnen haben inzwischen den Unterricht bei uns aufgenommen bzw. warten auf den Beginn des Kurses. 2 mal wurde ein Beratungsgespräch zur Auswahl eines Langstockes geführt. Beide endeten mit dem Verkauf eines Stockes.
Weitere statistische Angaben:
Kursteilnehmer mit Dunkeltraining: 19
Verhältnis Sehbehinderung/ Blindheit: 25/11 geburtsblinde Kursteilnehmer: 2 Klienten mit Mehrfachbehinderungen (geistig, motorisch, andere Erkrankungen): 9
Altersstruktur Senioren/-Innen: 10
Erwachsene: 23
Kinder/ Jugendliche: 3
Berufstätige Kursteilnehmer: 11
Verhältnis männlich/ weiblich: 9 / 19
Weitere Arbeitsinhalte im vergangenen Jahr waren
- der Verkauf von Langstöcken, deren Zubehör und ergänzenden Hilfsmitteln
- Verwaltungsaufgaben (Inventur, Hilfsmittelbestellungen/ -verwaltung)
- Hilfsmittelberatungen/ -tests (Navis, Screenreader)
- kleinere Stockreparaturen/ Ersatzteilversorgung
- Brief an die Rheinbahn
- Spendenaktion für Vietnam
- Öffentlichkeitsarbeit auf der RehaCare in Düsseldorf
- drei Veröffentlichungen in der Fachpresse (Gegenwart und OH)
- Gegebene Informations- und Fortbildungsveranstaltungen:
15.05.10: dreistündiger Informationsnachmittag mit Hilfsmittelausstellung bei
dem Mitgliedsverein Oberhausen
- besuchte Fortbildungsveranstaltungen:
11.11.10 - 14.11.10 Viertägige Fachtagung des Berufsverbandes in Tabarz


Sabrina Schlich
Im Berichtszeitraum wurden von mir Schulungen mit 24 Teilnehmern durchgeführt.
Die Teilnehmer waren Erwachsene Späterblindete und eine von Geburt an erblindete und mehrfach behinderte Frau.

Es waren 4 Schulungen für den Arbeitsweg, bei denen alle Schulungsteilnehmer bereits eine Schulung in Orientierung und Mobilität absolvierte hatten.

Eine Schulung fand in der Behindertenwerkstatt mit einer erblindeten Mehrfachbehinderten statt.

Bei den anderen Schulungen handelte es sich um Erstschulungen mit Grund und Basistechniken.

Ab Herbst 2010 wurden Dunkelschulungen mit 10 Schulungsteilnehmern durchgeführt.

Es erfolgten 15 Erstgespräche.

Fortbildungen:
Fachtagung des Berufsverbands der Rehabilitationslehrer/-Innen

Öffentlichkeitsarbeit:
- Informationstag des Blinden- und Sehbehindertenvereins Krefeld am
16.10.2010
- RehaCare in Düsseldorf am 07.10.2010
- Netzwerk Sehen in Köln am 17.11.2010


Berufliche Integration blinder/sehbehinderter Menschen
Integrationsfachdienst (IFD)
Der Integrationsfachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen im Auftrag des LVR Integrationsamtes hat im Jahre 2010 sehr erfolgreich gearbeitet. Es gelang den Kollegen im Arbeitsfeld Vermittlung 33 blinden oder sehbehinderten Menschen einen neuen Arbeitsplatz zu beschaffen. Unter Berücksichtigung der seitens des LVR Integrationsamtes in einer Zielvereinbarung festgelegten Sollgröße 24 refinanzierte Vermittlungen im Jahr 2010 betrug der Zielerreichungsgrad 137,5%.
In einem weiteren Zielfeld wurden die Beauftragungen des Integrationsfachdienstes durch Dritte ( z. B. Neubeauftragungen und Verlängerungen durch die Rehabilitationsträger, die Träger der Arbeitsvermittlung gem. §46 SGB III, Beauftragungen nach Job 4000 und Aufträge des LVR Integrationsamtes im Schwerpunkt Übergang) beschrieben. Hier sollte unser Fachdienst gemäß Zielvereinbarung 35 Beauftragungen erreichen; tatsächlich erreicht wurden 84 Beauftragungen Dritter, was einen Zielerreichungsgrad von 240% entspricht.
Die Auslastung des Fachdienstes im Bereich Arbeitsplatzbegleitung betrug durchschnittlich 189,2 Klienten im Monat. Dies entspricht einer Auslastung von 132%. Die durch den Integrationsfachdienst erreichte Sicherungsquote betrug 95,9%.
Der Integrationsfachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland arbeitet mit insgesamt 7.75 Planstellen in allen 15 Agenturbezirken und ist auf folgende Standorte verteilt: Aachen, Düren, Düsseldorf, Duisburg und Köln.


IFD informiert Vertreter der Mitgliedsvereine im BSVN e.V.
Am 20.März fand im Anschluss an die Verwaltungsratssitzung eine Informationsveranstaltung des Integrationsfachdienstes für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland statt. Die Mitarbeiter des IFDs stellten ihre Arbeitsbereiche Vermittlung, Begleitung und Übergang Schule/Beruf vor und zeigten Wege für eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe und dem Fachdienst auf. An der Veranstaltung nahm auch der neue Koordinator des Integrationsamtes, Herr Hermann Kiesow, teil.


Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Nordrhein gGmbH
Jahres Chronik 2010

Januar Übergabe des Mercedes Sprinter Bus
Winterfreizeit im bayr. Wald mit 4 Bewohnern

Februar Karnevalsparty im Haus
Besuch des Veedelszoch in Köln
Medikamentenschulung
Fortbildung bei Frau Dr. Freese

März Mitarbeiteressen im alten Osterather Bahnhof
Fortbildung Biographiearbeit Frau Kraft

April internes Frühlingsfest
Einweihung der neuen Hochbeete
Fortbildung Kommunikation mit Angehörigen Frau Huth
Teilnahme am Brückenfest in Strümp
Hauskonzert „Life Music Now“
Wochenendfreizeit zwei Bewohner Gruppe III
Wochenendfreizeit zwei Bewohner Gruppe I

Juni Gruppe II fährt in den Urlaub nach Holland
Betriebsausflug: Floßfahrt mit anschl. Grillen
Drei Bewohner von Gruppe I fahren in den Urlaub nach Holland

Juli vier Bewohner von Gruppe I fahren in den Urlaub nach Holland
internes Sommerfest

August Gruppe III fährt in zwei Kleingruppen in den Urlaub nach Holland
Die Gruppen erhalten neue Wohnwände

September Besuch des Phantasialandes mit einigen Bewohnern
Tagesausflug mit allen Bewohnern zum Hariksee
Alle Gruppen erhalten einen PC

Oktober Internes Herbstfest
Wochenendfreizeit für zwei Bewohner Gruppe III
Beginn der Rückenschule für die Mitarbeiter
Eine kl. Gruppe von Konfirmanden besucht unser Haus
Interne Fortbildung zur Selbsterfahrung für 6 Mitarbeiter
Alle Gruppen erhalten neue Fernsehen Flachbildschirme

November Hauskonzert „Live Music Now“
Besuch der Oldinacht in Krefeld
Besuch des Gospelkonzertes in der Versöhnungskirche
Eintägige Fortbildung zum Thema Sexualität und Behinderung
Dreitägige Fortbildung zum Thema Autoaggression
Besuch eines Weihnachtskonzertes in Krefeld

Dezember Hauskonzert – drei Mitarbeiter stimmen uns auf ihren
Instrumenten in die Adventszeit ein Adventskonzert von einem Mitarbeiter und Band Weihnachtsfeier mit den Eltern in jeder Gruppe Jahresausklangs-frühstück

Allgemeines: Sechs Mitarbeiter besuchen eine externe Fortbildung
Acht Mitarbeiter nehmen an einem Fahrsicherheitstraining des ADAC teil
Sigrid Lange
Heimleitung


Berichte der Fachgruppen und Beauftragten der BSV NRW,
des Landeskegelwarts BSVN, über den „Meinberger Treff“ und den Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbund

Zur Unterstützung und Pflege kultureller, geselliger und sportlicher Bestrebungen innerhalb der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW gibt es für Berufs- und Interessensbereiche Fachgruppen, welche die spezifischen Belange blinder und sehbehinderter Menschen wahrnehmen.


Fachgruppe für Umwelt / Verkehr / Mobilität der BSV NRW (FG UVM)

Tätigkeitsbericht 2010

Die Themenfelder

- „Signet NRW ohne Barrieren“
- „Elektroautos“
- DIN 32984 (Bodenindikatoren)
- Leitfaden Landesstraßenbaubetrieb NRW

waren Aufgabenschwerpunkte im Berichtsjahr.

Signet NRW ohne Barrieren
Mit diesem Prädikat sollen in NRW für die Öffentlichkeit zugängliche, Einrichtungen ausgezeichnet werden können. Voraussetzungen hierfür sind die Erfüllung bestimmter Kriterien der Barrierefreiheit.
Das Signet soll in 4 Kategorien vergeben werden können:
Barrierefrei Bewegen
Barrierefrei Orientieren
Barrierefrei Hören
Barrierefrei Verstehen

Leitungsteam-Mitglieder der FG UVM hatten in 2009 und 2010 gemeinsam mit dem Tourismusbeauftragten der BSV NRW das Vergabeverfahren und die Bewertungskriterien des Signets in einem von der damaligen Landesbe-hindertenbeauftragten, Angelika Gemkow, initiierten Arbeitskreis erarbeitet. Das der Öffentlichkeit im März 2010 vorgestellte Ergebnis entsprach jedoch nicht in allen Punkten den getroffenen Vereinbarungen. Das Leitungsteam hat sich unter Beteiligung des Tourismusbeauftragten damit auseinander-gesetzt und die Änderungs- und Ergänzungsnotwendigkeiten in einer Stellungnahme an die Landesbehindertenbeauftragte und die LAG SELBSTHILFE weitergeleitet. Die LAG schloss sich im Wesentlichen unserer Auffassung an.
Das Thema wurde vom neuen Landesbehindertenbeauftragten, Norbert Killewald, der nach der Landtagswahl 2010 Amtsnachfolger von Frau Gemkow ist, auf Wunsch des Landesbehindertenbeirats aufgegriffen. Erste Gespräche hierüber, nun unter der Federführung des Ministeriums für Arbeit, Integration, Soziales NRW, unter Beteiligung unserer Interessensvertreter, fanden statt.

Elektroautos
Seit einigen Jahren geht der Trend im Fahrzeugbau immer stärker weg vom Benzin-/ Dieselverbrennungsmotor hin zu alternativen Antriebssystemen. Dabei wird etwa auf Erdgas, Wasserstoff oder Elektroantriebe gesetzt.
Bei geringem Leistungsbedarf/Geschwindigkeiten schalten sie auf einen praktisch lautlos arbeitenden Elektromotor um. Hierbei sind Verletzungen oder womöglich lebensbedrohende Gefahrensituationen für alle, die sich im Wesentlichen bei der Einschätzung, ob beispielsweise die Querung einer Straße sicher möglich ist, auf ihr Gehör verlassen müssen, nicht von vornher-ein von der Hand zu weisen.
Im Rahmen einer Projektstudie E-Auto wurde federführend durch die Uni Duisburg / Essen unter Beteiligung verschiedener Institute (Bundesanstalt für das Straßenwesen, TÜV-Rheinland, Entwicklungsabteilung Fa. Ford, Stadt Köln, usw.) eine Arbeitsgruppe eingerichtet; in dieser AG werden die Belange blinder und sehbehinderter Verkehrsteilnehmer durch ein Leitungsteam-Mitglied vertreten.
Für die Teilnahme an diesen Teststudien in Duisburg am 13.07. und 06.11.2010 konnten erfreulicherweise viele blinde und sehbehinderte Test-personen gewonnen werden.
Erste Ergebnisse aus der Studie zeigen, dass sowohl diese Experiment-studien, als auch unsere Bedenken, Anregungen und Lösungsvorschläge darin ihren Niederschlag gefunden haben.
Auf Bundesebene ist ein Leitungsteammitglied der FG UVM in ein Projekt des BKB (Bundeskompetenzzentrum Barrierefrei) und des DBSV „Gefahren für blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer bei stummen E-Fahrzeu-gen“ eingebunden. Eine Arbeitsgruppe bereitet einen 2-tägigen Workshop (25.-26.01.11) in Berlin vor. Zu diesem Workshop sollen Vertreter und Referenten aus der Politik, der Wirtschaft, der Fahrzeugindustrie und der Wissenschaft eingeladen werden, um dann als Ergebnis ein Positionspapier bzw. einen Anforderungskatalog für geräuscharme E-Fahrzeuge heraus-zugeben.

DIN 32984 (Bodenindikatoren)
Die DIN 32984 wird zurzeit von einem Arbeitskreis des DIN Normenaus-schusses überarbeitet.
Im Rahmen der Novellierung der Norm werden u. a. die Strukturen der Bodenindikatoren und die geometrischen Anforderungen erweitert sowie die Funktionen und die Verlegevorschriften angepasst. Da die noch gültige
Fassung der DIN 32984 bereits seit Jahren nicht mehr den aktuellen
Stand der Technik repräsentiert, gleichzeitig Blindenleitsysteme
häufig normwidrig und mit überwiegend ungeeigneten Bodenindikatoren
gebaut werden, ist eine Weiterentwicklung der Norm dringend notwendig.

Vor Ablauf der Einspruchsfrist zum Entwurf der überarbeiteten Norm (31.07.2010) haben Leitungsteammitglieder noch einige Änderungsvor-schläge erarbeitet und als Einspruch an den „Gemeinsamen Fachausschuss Umwelt/Verkehr“ beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband weitergeleitet.

Leitfaden Barrierefreiheit im Straßenraum vom Landesstraßenbaubetrieb NRW
Der gemeinsam mit dem Landesstraßenbaubetrieb, der LAG Selbsthilfe NRW und Mitgliedern der FG UVM der BSV NRW erarbeitete Leitfaden, wurde vereinbarungsgemäß in 2010, ein Jahr nach seiner Inkraftsetzung, von den Arbeitskreismitgliedern reflektiert. Die Praxiserprobung hat ergeben, dass bei einigen technischen Ausführungen Modifizierungsbedarf besteht und einige Ergänzungen vorgenommen werden müssen. Mitglieder der FG UVM waren im Berichtsjahr an dem in 2011 fortzuführenden Abstimmungs-prozess beteiligt.

Fachgruppenmitglieder unterstützten zu Beginn des Berichtsjahres aktiv eine Initiative der Landesbehindertenbeauftragten, unter dem Titel „Kalle Stolper-falle“, zur Sensibilisierung von Grundschülern für das Thema Barrierefreiheit. Der Fachgruppenleiter gehörte der Jury für die Preisvergabe, im Mai 2010 in der Staatskanzlei, an.

Fortbildungen, Informationsveranstaltungen und Fachkonferenzen
Das Wochenendseminar der Fachgruppe im April hatte die Themenschwer-punkte:
Überarbeitung der DIN 32984 / Bodenindikatoren
Barrierefreie Gestaltung von Ausstellungen/Museen für seheingeschränkte Besucher
Vernetzung der Behindertenselbsthilfe in NRW

Im Mittelpunkt der Fachgruppenversammlung im Oktober stand das Thema „Elektroautos – Auswirkungen / Lösungsansätze“ für blinde/sehbehinderte Verkehrsteilnehmer.

Mitglieder des Leitungsteams nahmen an bundesweiten Fachtagungen des „Gemeinsamen Fachausschusses Umwelt/Verkehr“ des DBSV zu folgenden Themen teil:
Barrierefreiheit vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention,
Ü berarbeitung der DIN 32984 (Bodenindikatoren)
Elektroautos.
Das Berichtsjahr erforderte zudem eine Vielzahl von Aufgaben wahrneh-mungen des Leitungsteams und der Mitglieder der FG UVM.
Durch Informationsweitergaben, Beratung und Bearbeitung von themenbezogenen Anfragen und der Begleitung bei Ortsterminen, unterstützte die Fachgruppe Umwelt, Verkehr und Mobilität mit ihren ca. 100 Mitgliedern während des Berichtsjahres die örtlichen Untergliederungen der Blindenverbände NRW, aber auch insbesondere die Planer und Träger von Bauvorhaben zur Erreichung des Ziels einer möglichst einheitlich barriere-freien Umweltgestaltung für blinde und sehbehinderte Menschen in NRW.

Das Leitungsteam dankt allen, die die Fachgruppe Umwelt/Verkehr/Mobilität bei Ihrer Arbeit unterstützt haben.

Gerd Kozyk
Norbert Herbig
Helga Hermanns
Bernd Herrmann
Eva Hoffmann
Günter Linke
Bernd Winkelmann


Kurzbericht über die Aktivitäten der Fachgruppe "Frauen, Familie und selbständige Lebensführung für 2010, zusammengestellt von Manuela Landsberg und Margret Gajewski

Das Fachgruppenseminar vom 08.04. - 11.04.2010, unter dem Motto: "Wir machen uns fit für den Alltag", fand im AURA Zentrum Bad Meinberg statt.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer, Vorstellungsrunde und Programmbe-sprechung folgte ein Vortrag der Verbraucherzentrale zum Thema „Partnervermittlung". Am 09.04.10 ging es nach dem Frühstück los zur Fahrt zum Freilichtmuseum nach Detmold. In drei Gruppen eingeteilt konnten die Teilnehmer entweder eine Besichtigung eines Bauernhauses - alles zum Anfassen mit Erklärungen – wahrnehmen, mit aktiv sein beim Vortrag zum Thema "von der Wolle zum Pullover", oder mit Hand anlegen, als es um die Schwierigkeiten des Wasserholens ging. Es gab die Gelegenheit zur Planwagenfahrt und nach dem Mittagessen zur freien Erkundung des Geländes. Der Abend klang sportlich, aktiv im Haus aus: Möglichkeit zum Schwimmen, Kegeln, Saunabesuch oder Entspannungsübungen in der Gymnastikhalle mit unserem Leitungsteammitglied Erika Heck. Mancher nutzte das Angebot zur Fußreflexzonenmassage. Am 10.04.10 folgte nach dem Frühstück der Vortrag zum Thema "Rechtsberatung für blinde und sehbehinderte Menschen". Michael Richter stellte seine Arbeit vor. Wie in jedem Jahr ging es nach dem Mittagessen weiter mit dem "Markt der Möglichkeiten", diesmal mit dabei: Hilfsmittelausstellung - Firma Barrierefreie Medien, Alltagshilfen, Silberschmuck, Beratung Raumgestaltung, kleines Geschäft zeigt Verschönerungsmöglichkeiten in Räumen oder man ging zum Austausch über das Thema: "Wie löse ich meine Fahrkarte im Internet".
Bei allen immer sehr beliebt ist das Candlelight Dinner im Wintergarten. Am Abreisetag, 11.04.10, folgte nach dem Frühstück die Fachgruppenversamm-lung mit Neuwahlen des Leitungsteams.

Singwochenende
Das diesjährige Singwochenende war etwas ganz Besonderes. Es fand in der Zeit vom 27. bis 30. August 2010 im AURA Zentrum Bad Meinberg statt und dauerte damit einen Tag länger als sonst. Das hatte seinen guten Grund. Chorleiter Holger Kunz hatte in der ev. Kirche Bad Meinberg unter dem Motto "Ein Original Blind Date" den ersten Auftritt (29. August) der Sängerinnen und Sänger organisiert. 46 Sangeslustige fanden sich ein. Im Vorfeld wurde das Übungsmaterial auf einer CD versand. Am Wochenende wurde dies gefestigt und an Details gefeilt. Trotz großer Anspannung aller Beteiligten wurde das Konzert eine Supersache und hat allen sehr viel Spaß gemacht. Organisiert wurde diese Veranstaltung von Margret Gajewski, der stellvertretenden Fach-gruppenleiterin.

Eltern/Kind-Freizeit 2010
In der Zeit vom 23.08. - 29.08.2010 fuhren vier Familien in die Aurapension "Ostseeperlen Boltenhagen".
Die meisten Familien waren in den Ferienwohnungen im Haus Waldfrieden untergebracht. Am 23.08.10 reiste die Gruppe an und ging zum gemeinsamen Abendessen in die Düne. Morgens am 24.08.10 konnte die Kinderbetreuung bei schönem Wetter am Strand steigen und anschließend gab es eine Fahrt mit Karolinchen in das Neubaugebiet. Leider hatte uns das Busunternehmen, welches uns am 25.08.10 zum Ganztagsausflug zum Tigerpark bringen sollte, vergessen. Verspätet machte sich die Gruppe auf den Weg. Dadurch konnten die Kinder leider nicht mitmachen, eine eigene Zirkusvorstellung zu gestalten. Trotzdem kamen alle auf Ihre Kosten.
26.08.10 bei der Kinderbetreuung wollten die Kinder das Angebot wahrneh-men, mit einem Ball über Wasser zu laufen. Leider war der Anbieter nicht anwesend. Schön war es, dass ein Begleiter sich kurzerhand eine Rikscha nahm und mit der Kinderschar durch die Gegend radelte. Mit einem Oldtimer-Schulbus zockelte man in zwei Gruppen zur Steilküste, wo man das schöne Wetter nutzte um beim Kaffeezelt selbstgebackenen Kuchen zu genießen. Die Kinder sind sehr gut erzogen und so konnte man es wagen mit ihnen ganz nah zur Steilküste vor zu gehen. Das Wetter spielte am 27.08.10 leider nicht mit. Die Kinder beschäftigten sich selbständig im Haus im Fitnessraum und am Computer. Die Fahrt mit dem Schiff musste ausfallen, da der Wind zu kräftig blies. Kurzerhand wurde das Programm für den 28.08.10 geändert. Die Gruppe besuchte das Hallenbad zum Schwimmen gehen. Abends saß man beim Abschiedsabend mit Grillspezialitäten im Haus zusammen. Manuela Landsberg gelang es von „Aktion Mensch“ eine Förderung von
540 € für diese Woche zu bekommen.

Durch einen sehr rege geführten Austausch über einen Email-Verteiler und von vielen geführten Telefonberatungen von Eltern, sowohl selbst betroffen als auch mit Kindern, die eine Sehbehinderung oder Erblindung haben, kann man sagen, dass unsere Arbeit doch sehr wichtig ist. Die große Teilnehmerzahl an unserem Angebot spiegelt das Interesse wieder.


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe für Taubblinde und Hörsehbehinderte im BSV NRW
für die Zeit vom 6. März 2010 bis 12. März 2011

Vom 18.04.2010 - 24.04.2010 fand die Rehawoche im Aura Zentrum Bad Meinberg statt. 33 taubblinde und hör-/sehbehinderte Teilnehmer aus Nordrhein und Westfalen nahmen mit ihren Taubblindenassistenten, Partnern und Angehörigen teil. Es gab Kurse in Taktilgebärde, LPF, Kommunikations-training, therapeutisches Tanzen und Klangschalentherapie. Mitglieder aus dem Leitungsteam gaben Kurse in Lormen, Punktschrift und PC. Zusätzlich gab es sportliche Angebote: Nordic Walking, Tandem und Wandern.

An jedem ersten Samstag eines ungeraden Monats trafen sich Taubblinde und Hörsehbehinderte aus ganz Nordrhein-Westfalen – und darüber hinaus – zum Stammtisch in Gelsenkirchen. Am 17. Juli 2010 fand der Stammtisch im Bootshaus des Münsteraner Blindenwassersportvereins statt.
Der Stammtisch am 11. September 2010 fand zusammen mit der SHG Rheinland in Düsseldorf statt. An jedem ersten Samstag eines geraden Monats organisierte Beate Herdecke den Kegel-Treff in Dortmund. An jedem dritten Dienstag führte Lilo Binzenbach den Tako-Treff in Köln durch. Außerdem organisierten Georg Cloerkes und Oliver Ley den Besuch der Zeche Zollverein in Essen und einer Ausstellung "Mit den Händen sehen" ebenfalls in Essen.

Am 5. Juni 2010 gab es den Sporttag in Essen am Baldeneysee, der von der Taubblindenassistentin Ulrike Hampel organisiert wurde. Angeboten wurde Drachenboottraining, Segeln, Rudern, Kajak, Tandem, Drike und Wandern.

Im Juni 2010 waren wir zu einem dreitägigen "Dunkler Wettkampf" im Nettetal unterwegs. Dieser wurde von Georg Cloerkes organisiert und von der Fachgruppe BSV NRW, SHG „Taktiler Treff“ TBL Rheinland, SHG Recklinghausen, BAT e.V unterstützt.

Die Zusammenarbeit im Leitungsteam war harmonisch und effektiv. Die Arbeitsteilung klappte so gut, dass das Leitungsteam vielfältige Aufgaben in Angriff nehmen konnte. Darunter fällt auch die Beratung am Telefon oder per Mail und Fax, die Weitergabe wichtiger Informationen aus dem Taubblindenbereich, Hausbesuche und die Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen im gesamten Bundesgebiet.

An dieser Stelle möchten wir allen Mitgliedern des Leitungsteams ganz herzlich danken.
Lilo Binzenbach - Oliver Ley
Fachgruppenleitung


Tätigkeitsbericht der Bürofachgruppe für die Zeit vom 14.11.09 bis 19.11.10

Am 14.11.09 fand in der Gaststätte „Zum alten Fritz“ Duisburg die Fach-gruppenversammlung statt. Ein Schwerpunktthema bildete die Vorstellung des Büros für barrierefreie Bildung in Herne. Das Ehepaar Janatzek stellte diese Einrichtung mit dem aktuell zur Verfügung stehenden Schulungs-angebot im IT-Bereich vor. Außerdem wurden zwei Softwarelösungen für die Vorlesefunktion von Handys vorgestellt.

Vom 27. bis 29.11.09 fand das zweite politische Seminar in der Akademie Biggesee in Attendorn statt. Anlässlich der am 27.09.09 stattgefundenen Bundestagswahl lautete das Thema: „Deutschland nach der Wahl“. Herr Neufurth, Referent der Akademie Biggesee stellte in Auszügen den vor wenigen Wochen verabschiedeten Koalitionsvertrag der aktuellen Bundes-regierung vor. Sonntagvormittag wurde das Thema: „Geld in der Gesell-schaft“ behandelt.

Vom 27. bis 31.01.10 fand im Aurahotel Saulgrub die Fort- und Weiter-bildungsveranstaltung der KS Bürofachgruppen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e. V. (DBSV) statt. Neben der theoretischen und praktischen Vorstellung von Hard- und Software für Sehgeschädigte wurden auch Themen wie Mobbing am Arbeitsplatz Hilfsangebote für Arbeits-suchende und Berufstätige durch die Integrationsfachdienste in Bayern am Beispiel Schwaben behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt war die barrierefreie Gestaltung von Intranet- und Internetseiten. Dieser Programmteil wurde durch das Projekt barrierefrei informieren und kommunizieren gestaltet.

Am 24.02.10 nahmen die Leitungsteammitglieder: Eva Hoffmann, Helmut Frenz und Markus Pfeifer an einer Besprechung in der Akademie Biggesee teil. Inhaltlich wurde die weitere Zukunft der Politischen Seminare besprochen, insbesondere dahingehend, wie man wieder mehr Teilnehmer für die angebotenen Bildungsseminare gewinnen kann, da die Teilnahme an diesen nach wie vor rückläufig ist. Auch wurde überlegt, wie man diese völlig neu konzipieren sollte, wer angesprochen wird usw.

Das diesjährige fachbezogene Wochenendseminar fand vom 19. bis 21.03.10 im AURA Zentrum Bad Meinberg statt. Schwerpunktmäßig ging es um Konfliktbewältigung und Suchtgefahr am Arbeitsplatz. Weiterhin wurden die Bedeutung von Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht sowie die Bedingungen, unter denen diese abgeschlossen werden besprochen.

Die Fachgruppenleiterkonferenz fand am 28.04.10 in Essen statt. Es wurde über die bisher geleistete Arbeit seit der Zusammenlegung der Fachgruppen vom BSV Nordrhein und des BSV Westfalen gesprochen. Für die Zukunft soll über die Zusammenlegung der berufsbezogenen Fachgruppen, wie in Bayern bereits vollzogen, nachgedacht werden. Außerdem gab es ein Vorbereitungstreffen für eine Fachgruppe Auge. Diese ist notwendig weil der DBSV im Jahr 2006 den Meilenstein in der DBSV-Satzung zur Patienten-organisation beschlossen hat. Weiterhin wird ein gemeinsamer Internetauftritt der Fachgruppen mit Terminkalender besprochen. Zur Entlastung sollen die Leitungsteams mehr in die organisatorische Arbeit einbezogen werden. Anmeldeverfahren für Veranstaltungen, die nicht durch den DPWV bezuschusst werden, sind durch die Leitungsteams selbst durchzuführen.

Das Leitungsteam traf sich zu seiner jährlichen Sitzung am 22.05.10 in Hagen. Beherrschendes Thema war die Fachgruppenleiterkonferenz in Essen und die beabsichtigte Zusammenlegung der berufsbezogenen Fach-gruppen. Weiterhin wurde die Mitgliederversammlung 2010 mit Neuwahl des Leitungsteams geplant und Themen für das fachbezogene Wochenend-seminar 2011 erarbeitet. Außerdem wurde über den aktuellen Planungsstand zum bundesweiten Seminar der Koordinationsstelle für Büroberufe im DBSV informiert.

Bei der Zusammenkunft der Leiter der berufsbezogenen Fachgruppen am 02.06.10 in Dortmund stellten wir fest, dass im Bereich der beruflichen Fortbildungen keinerlei Synergieeffekte bestehen. Lediglich bei nicht direkt berufsbezogenen Seminaren wie Veranstaltungen zu Arbeits- und Sozial-recht oder politische Bildung sind berufsübergreifend interessant. Wir be-schlossen uns gegenseitig über allgemein interessierende Veranstaltungen zu informieren und einen gemeinsamen Terminkalender einzurichten.

Das erste Wochenendseminar in Zusammenarbeit mit der Akademie Biggesee fand vom 09. bis 11.07.10 in Attendorn statt. Diesmal war das Thema: „Politik von gestern. Entscheidungen für morgen: Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie“. Wir setzten uns mit aktuellen Zeitdiagnosen und wirklichkeitsnahen Politikentwürfen auseinander. Wir dachten darüber nach wie individuelle Verantwortungsbereitschaft und kollektives Engage-ment in der gegenwärtigen Zeit aussehen könnten. Wo sind die eigentlichen Grenzen unseres kulturellen Modells anzusiedeln und warum ist es so schwer, das eigene Leben danach auszurichten? Die Seminarleitung bekam von den Teilnehmern ein positives Feedback.

Gesamtthema des 2. politischen Seminars in Zusammenarbeit mit der Akademie Biggesee war vom 15. bis 17.10.10 „Aktuelle Themen der Innen- und Außenpolitik“. Der allseits beliebte Seminarleiter, Herr Bernd Neufurth, pädagogischer Mitarbeiter der Akademie Biggesee, hatte für dieses Seminar Fragestellungen wie „Längere Laufzeiten von Atomkraftwerken – pro und contra Sparen, aber wo? Von der Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung und der Schwierigkeit, gerecht zu sparen“ und „Hat Sarrazin recht mit seinen Thesen zur mangelnden Integrationsbereitschaft muslimischer Migranten? Wie krank ist unsere Krankenversicherung?“ Weiterhin hatten die Teilnehmer die Möglichkeit eigene Themen vorzuschlagen.
Die Fachgruppenmitglieder wurden durch Rundschreiben über die Aktivitäten der Fachgruppe informiert. Die E-Mail-Empfänger bekamen darüber hinaus zusätzliche Informationen aus dem Blindenwesen, die mit Berufstätigkeit und Neuigkeiten aus dem Computerbereich in Zusammenhang stehen. Der Mit-gliederbestand bewegt sich im Berichtszeitraum um 200 Personen.
Matthias Brell
Leiter der Fachgruppe für Büroberufe im BSVNRW


Tätigkeitsbericht der FG Sport 2009 /2010
Mein diesjähriger Tätigkeitsbericht beginnt mit der Fachgruppenversamm-lung, die am 17.10.2009 im Restaurant „Edelweiß“ in Lüdenscheid stattfand.
Es waren 18 Fachgruppenmitglieder und 4 Begleiter anwesend. Nach dem Abarbeiten der Regularien wurde es nach dem Mittagessen wieder sportlich. Im Keller des Hotels befand sich eine Schießanlage. Hier konnten die Fach-gruppenmitglieder ihre Treffsicherheit ausprobieren.

Das 15. Tanzfestival wurde von Helmut Jürgen und Udo Dumbeck, dem Leiter der Abteilung Tanzen des BSNW, vom 23. – 25.10.2009 wieder im Haus des Behindertensports in Winterberg-Langewiese organisiert. Hier nahmen wiederum 28 Teilnehmer die Gelegenheit zum Tanzen wahr. Die Stimmung war wieder sehr gut; und es wurde getanzt, getanzt. Der Höhepunkt dieser Veranstaltung ist am Sonntagvormittag immer die Abnahme des Tanz-Trimm-Abzeichens.
Die Leitungsteamsitzung fand am 06.02.2010 im Restaurant “Haus Löken“ in Gelsenkirchen statt. Außer Christian Knaup, der entschuldigt fehlte, waren alle Leitungsteam-Mitglieder anwesend.

Für die FG Sport nahm ich an der Mitarbeitertagung des BSVW teil, die vom 19.02. - 21.02.2010 im Hotel Maritim in Gelsenkirchen durchgeführt wurde.

Die Bundespokal-Kegelmeisterschaft fand vom 30.04. – 02.05.2010 in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) auf Bohlebahnen statt. Die Teams aus NRW konnten teilweise gute Plätze belegen.

Außerdem nahm ich an den Vorstandssitzungen des Wassersportvereins Münster teil.

Am 26.06.2010 richtete die Fachgruppe Sport in Zusammenarbeit mit dem BBW Soest einen Schnupperkurs im Showdown (Tischball) aus. Hier kam uns Herr Resa vom DBSV mit einer mobilen Tischballplatte zu Hilfe. Es hatten sich 44 Teilnehmer zu diesem Schnupperkurs angemeldet. Es wurde von 10 bis 17 Uhr an zwei Platten pausenlos gespielt. Aus dem Teilnehmer-kreis kam die Anregung, ein Pokalturnier einmal im Jahr durchzuführen.

Unser Leitungsteammitglied Dirk Trautmann organisierte mit der Surfschule am Baldeneysee vom 10. bis 11. Juli 2010 einen Surfkurs für Anfänger bzw. Fortgeschrittene.

Das 16. Tanzfestival fand vom 22. – 24.10.2010 wieder im Haus der Behinderten in Langewiese statt. Udo Dumbeck und Helmut Jürgen konnten wiederum 28 Teilnehmer begrüßen. Am Sonntag wurde auch wieder das Tanz-Trimm-Abzeichen, das als Höhepunkt des Wochenendes gilt, abgenommen.

Die Sport-News sind weiterhin sehr beliebt bei den Blinden und Sehbehinderten in NRW. Aber leider bekomme ich manchmal zu wenige Informationen, um aktuell informieren zu können.

Nun noch ein Wort zur Statistik unserer Fachgruppe. Wir haben zurzeit 191 Mitglieder, davon 91 Damen und 100 Herren. Der älteste Sportler zählt 82 Lenze, der Jüngste ist 24 Jahre jung. Wir hatten in diesem Zeitraum 14 Neuaufnahmen und 2 Austritte.

Bei meinem Leitungsteam möchte ich mich recht herzlich für die gute Mitarbeit bedanken.
Johanna Gajewski
Fachgruppenleiterin


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe Industriearbeiter und Handwerker
Im Februar war Erika Oelmüller bei der Mitarbeitertagung des BSVW im Maritim Hotel in Gelsenkirchen.

Am 20. / 21. März Wochenendtagung in Bielefeld ( Ubbedissen )
Unter dem Leitgedanken: Weltwirtschaftskrise und Reformen für die Arbeitnehmer/innen.

Herr Pützfeld war am 28.04.10 auf der Fachgruppenleitertagung in Essen

Am 31.05.10 fand unsere Leitungsteamsitzung in Ahlen bei unserem
1. Vorsitzenden statt. Es wurde unter anderem über die bevorstehende Mitgliederversammlung am 23.10.10 in Hamm gesprochen. Es wurde dazu ein Referent der AOK eingeladen.

Herr Ostrowski war bei der Fachgruppenleiterkonferenz am 2.6.2010 in Dortmund.

Die Mitgliederversammlung fand am 23.10.10 im Restaurant „Zur Deele“ in Hamm statt.
Der Referent hatte wegen eines Unfalls in der Familie kurzfristig abgesagt.
Wir behandelten stattdessen allgemeine Fragen und Themen.
Unter anderem auch:
Vorschau auf das Jahr 2011:
19./20.03.11 Wochenendtagung in Bielefeld ( Ubbedissen )
14.05.11 Leitungsteamsitzung in Ahlen
30.10.11 Mitgliederversammlung in Duisburg (eventuell Referent von der Johanniter-Unfallhilfe)
Sollten Verkehrsverbindungen zum Blindenheim Haus Valbert bestehen,
ist eine Besichtigung dieses Hauses geplant.
Detlev Ostrowski
Stellvertretender Fachgruppenleiter


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe Physiotherapeutische Berufe
Am 13. November 2009 wurde bei der Jahreshauptversammlung in Essen ein neuer Fachgruppenleiter mit Stellvertreter und Beirat gewählt.
Der neue Fachgruppeleiter ist:
Karl Molinari, selbstständiger Physiotherapeut.
Stellvertreter:
Michael Jäink, selbstständiger Masseur
Beirat:
Erika Heck, Masseurin
Christa Kottsieper, Masseurin
Wolfgang Malzer-Sturm, Masseur

Die erste Aufgabe die sich stellte war einen Flyer für die Fachgruppe zu erstellen. Nach einigen Anläufen klappte es auch, so dass der Flyer im März 2010 fertig gestellt werden konnte.

Der Veranstaltungsreigen wurde im Januar 2010 mit einer Fortbildung (Triggerpunkte Teil1) in Bad Meinberg eröffnet. Am Rande dieser Fortbildung hat der Vorsitzende, der Stellvertreter und der Beirat zur Zukunft der Fachgruppe eine Diskussion geführt. Zwei wichtige Punkte standen dabei im Vordergrund.
Die Fachgruppenleiter Tagung für Physiotherapeutische Berufe 2011 in Bad Meinberg, die in diesem Jahr von den Fachgruppen Niederrhein, Westfalen und Lippe ausgetragen wird.
Die Zukunft der Fachgruppe Physiotherapeutische Berufe, die nach Wunsch des BSV-Vorstands mit anderen berufsbezogenen Fachgruppen zu einer Fachgruppe Arbeit und Beruf zusammengelegt werden soll.
Im Januar 2010 fand in Gelsenkirchen das Gruppenleiterseminar statt. In den zwei Tagen wurde über den Status des BSV und der Zukunft, sowie über die künftige Finanzierung referiert und diskutiert.

Im April 2010 fand in Essen eine Gruppenleiterkonferenz statt. Auch hierbei wurde vom Vorstand der Wunsch geäußert die drei berufsbezogenen Fachgruppen zu einer Fachgruppe zusammenzulegen. Die relevanten Fachgruppenleiter haben dabei beschlossen enger zusammenzuarbeiten um eventuelle Synergie-Effekte gemeinsam zu nutzen.

Im Juni 2010 trafen sich in Dortmund die drei relevanten Fachgruppenleiter. Bei der geführten Diskussion haben wir nur sehr wenige Synergiekomponenten gefunden. Somit erging der Beschluss keine gemeinsame Fachgruppe Arbeit und Beruf zu gründen. Jedoch wollten wir sämtliche Veranstaltungen die eine Fachgruppe durchführt auch den anderen Fachgruppen bekannt geben.

Im Oktober 2010 fand in Bad Meinberg eine weitere Fortbildung (Triggerpunkte Teil 2) statt.

November 2010 fand in Essen die Fachgruppen Jahreshauptversammlung statt. Erneut wurde über die vom Vorstand gewünschte Zusammenlegung der Fachgruppen diskutiert. Als Alternative zur Zusammenlegung mit fremden Berufsfachgruppen wurde beschlossen die Bezeichnung Fachgruppe für Physiotherapeutische Berufe in Fachgruppe für Medizinisch Therapeutische Berufe zu ändern.
Begründung: immer mehr Sehbehinderte können in verschiedensten medizinischen Berufen arbeiten.
Karl Molinari
Fachgruppeleiter


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe Blindenführhundhalter NRW
Frau Kürpick und Herr Wingender nahmen an dem Ak-Leiterseminar der Blindenführhundhalter im DBSV in Timmendorf teil.

Die Leitungsteamsitzung unserer Fachgruppe fand in Köln-Deutz statt.

Im Juni veranstaltete die Fachgruppe ein verlängertes Wochenendseminar im AURA Zentrum Bad Meinberg.

Die traditionelle Wanderung durch den Königsforst zur Forsbacher Mühle fand auch in diesem Jahr wieder großen Anklang.

Ferner wurde am 13.11.2010 die Fachgruppenversammlung in Dortmund durchgeführt. In diesem Jahr wählten die Fachgruppenmitglieder ein neues Leitungsteam. Dieses setzt sich wie folgt zusammen:
Fachgruppenleiter Herr Günter Wingender,
Stellvertreterin Frau Vera Giesen,
Beisitzerinnen Frau Christa Ufermann, Frau Sandra Pfeiffer und Frau Simone Fischer.

Die Beratungsgespräche, Widerspruchserstellungen, Öffentlichkeitsarbeit usw. nahmen einen großen Teil unserer Arbeit in Anspruch. Leider setzt sich der Trend der Ablehnungen weiter fort.

Viele Fachgruppenmitglieder, die nicht im Leitungsteam sind, unterstützen uns in der Öffentlichkeitsarbeit usw.!
Günter Wingender
Fachgruppenleiter

Tätigkeitsbericht des Tourismusbeauftragten für NRW
Im Januar 2010 habe ich den Jahresbericht gefertigt und an den BSVN und WBSV versandt.
Am 15.04. ein Gespräch mit Herrn Langer aus Österreich, zum Thema: Tourismus Zusammenarbeit und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Deutschland und Österreich erörtert.

Am 16.04.2010 den fast fertigen Grugapark-Wanderweg begangen und kleine Änderungen mit dem Architektenbüro Hoff aus Essen erarbeitet.

22.04.2010 Einweihung des Barrierefreienwanderweges in der Grugaparkanlage in Essen. Mit gleichzeitigem Auftakt im Grugapark, zum Tag der Behinderung.

28.04.2010 Fachgruppenleitertagung im Vereinshaus des Essener Blindenvereins zum Thema: Zusammenlegung der unterschiedlichen Fachgruppen zu einer Fachgruppe Berufe. Ziel ist die bessere Verwaltung und effektiveren Gestaltung von gemeinsamen Aktivitäten innerhalb der Fachgruppen.

Am 17.05. Montagvormittag, Beratung und Vorbesprechung zum Thema: Änderungsvorschläge zum Signet Nordrhein–Westfalen ohne Barrieren.
Am 17.05. Montagnachmittag, Sitzung im Nationalpark Eifel. Gestaltung von Relieftafeln in Bronze, von 15.00 – 18.30 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Hoff, aus Essen.

Am 02.06. Treffen der Fachgruppen zum Thema: Zusammenlegungs- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten zur Fachgruppe, Arbeit und Beruf von 13 - 20 Uhr in Dortmund.

Am 14.06. Abstimmungsgespräch, in Zusammenarbeit mit der LAG SB und der Museumspädagogin des LBR Münster, das barrierefreie Objekt im Stadtmuseum Münster.

Am 17.06. gemeinsames erarbeiten mit der LAG SB in Essen, zum Thema, Signet Barrierefrei - Änderungsvorschläge und Wünsche zur Punktebewertung und Durchführungsbestimmungen.

Am 22.06. Pressevorstellung des barrierefreien Rundwanderwegs in der Grugaparkanlage in Essen und dessen Gestaltung durch den LVR, mit der Hilfe vom Architektenbüro Hoff und der biologischen Station LVO Westfalen.

Am Fr. 25.06. Tischballspiel in Düsseldorfer BSV

Am 29.06. Arbeitskreis Auge, Fortsetzung des Konzeptes, zur Gründung der Fachgruppe Auge in Dortmund.

Am 23.08. Begutachtung des erstellten Bronzemodells im Naturpark Eifel.

Am 14.-16.10.10 Tagung der KOST Tourismus in Essen, die Tagung schloss mit der Verabschiedung von: Papier zur Reiseassistenz, Überarbeitungs-aufträge bis Ende des Jahres.

Am 25.10. im LBL Münster Museumsgestaltung unter Berücksichtigung pädagogischer Ansätze und deren Umsetzungsmöglichkeiten.

Am 06.12. die Bronzemodelle nachbearbeitet mit Herrn Brörkens.

Am 14.12.10 Einweihung des Naturwanderweges in der Eifel mit den Sponsoren, dem LVR und Euregio.

Der Naturwanderweg im Naturpark Eifel wurde in 2008 geplant und im Spätsommer 2010 fertig gestellt.
Das dafür eigens erstellte Bronzemodell zeigt die Landschaft und den Wanderweg am Stausee Schwammenau.
Die große Einweihung zu der alle Blindenvereine und weitere Behinderten-vereine eingeladen werden, findet am 21. Mai 2011 statt.

Der Grugapark erhielt einen Natur-Erlebnispfad. Dieser wurde in 2008 geplant und im Sommer 2010 fertig gestellt. Eine Fortsetzung des Weges ist in Fortführung geplant. Die Geldgeber wie der LVR haben hierzu ein Signal gegeben.

Die Neuplanung des Landesmuseums in Münster hat 2008 begonnen und wird voraussichtlich in 2013 barrierefrei für alle Behinderungen fertig gestellt.

Die Weiterleitung von Informationen und Angeboten zum touristischen Geschehen und deren Weitergabe an die Landesvereine bleibt eine ständige Aufgabe des Tourismusbeauftragten.
Manfred Meyer
Tourismusbeauftragter für die Blindenverbände in NRW


Tätigkeitsbericht der Diabetes–Beauftragten
Allein durch das „Diabetische Makulaödem“ gibt es jährlich 5.500 bis 6.000 Neuerblindungen in Deutschland. Dabei ist nur ein Drittel der Diabetes bedingten Erblindungen durch das „Diabetische Makulaödem“ verursacht, für die anderen zwei Drittel ist die „Diabetischen Retinopatie“ verantwortlich. Die Tendenz ist rapide steigend, so Herr Prof. Dr. Jacob, da die Diabetiker heute aufgrund guter Herzkatheterversorgung ihre makrovaskulären Schäden überleben, dafür aber ihre mikrovaskulären Schäden erleben.
(Frankfurt Januar 2011 Pressekonferenz „Neues Medikament beim Diabetischen Makulaödem“)

Zum Überleben brauchen Diabetiker schon auf dem Weg in die Erblindung psychologische Betreuung und Motivation, damit sie zur Vermeidung / Herauszögern weiterer Folgeschäden, ihre eigenständige intensive Diabetes-Selbsttherapie weiterhin durchführen können. Zu diesem Diabetesmana-gement benötigen sie aber barrierefreie medizin-technische Hilfsmittel. Das sind unter anderem Blutzuckermessgeräte, Insulin-Pen’s und Insulinpumpen.

Im Jahr 2010 wurden 4 Blutzuckermessgeräte und eine Insulinpumpe, die von blinden und sehbehinderten Diabetikern eigenständig nutzbar sind, vom Markt genommen. Auch Pens (Insulinspritzen) sind bei Neuentwicklungen nicht mehr barrierefrei.

Das Bundesgesundheitsministerium steht weiteren Reformen für die Versorgung von Menschen mit Behinderungen kritisch gegenüber. Hoffnungen auf gesetzliche Regelungen, die die Versorgung verbessern könnten, werden von Annette Widmann-Mauz (CDU), parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, nicht in Aussicht gestellt. Sie sagt: "Meiner Ansicht nach reichen die bisherigen Regelungen aus"
(Ärztezeitung online vom 22.02.2011)

Hier stelle ich die Forderung, dass in *jedem* Blutzuckermessgerät von vornherein ein Akustikmodus implementiert sein muss. Diese Implementie-rung ist durch die Kurzlebigkeit dieser Geräte erforderlich. Wenn man sich vor Augen hält, das die Firma Roche doppelt so lange für die Entwicklung eines Blutzuckermessgerätes benötigt, wie das Gerät dann auf dem Markt erhältlich ist ...

Für mich geht es in erster Linie darum, uns Betroffenen viel Leid zu ersparen, aber die Gesellschaft, also alle sparen dadurch viel Geld. Amputationen beim Diabetiker gehen Stückweise nach der Salamimethode, Zentimeter für Zentimeter, von statten. Auch die Dialyse ist für den Diabetiker anstrengen-der und durch die schwer kalkulierbare Insulinansprechempfindlichkeit lebensbedrohlich.

Laut der Entwicklungsabteilung der Firma Roche kostet der Akustikmodus fast nichts: ca. 5 Byte Platz auf der Platine und 10 Minuten Grips. Das war es. Die Firma Hexal hat ebenfalls bewiesen das die Aufrüstung eines Gerätes auf Akustikmodus leicht ist. Aber kaum auf den Markt gebracht, war es leider schon wieder weg, da der Teststreifen mit dem es funktioniert fehlerhaft war.

Wenn der Akustikmodus, das Piepsen der Blutzuckerwerte, Standard ist, will sich der bessere Hersteller von seinen Mitbewerbern hervorheben und beweisen, dass man mehr kann und macht als das gesetzlich erforderliche und das ist dann die Sprachausgabe...

Für Insulinpumpen gilt das Gleiche: Das Minimum der barrierefreien Bedienbarkeit muss durchgängig ohne Lücke vorhanden sein. (Die gut strukturierte Menüführung bei Insulinpumpen mit akustischen Signalen und Computeranbindung gibt es seit fast 30 Jahren, nur nicht lückenlos und nur diese Lücken verhindern die Barrierefreiheit)

Bei der Insulinpumpe ist die Luxusvariante dann ein externes Gerät, das spricht. Für den Sehenden gibt es diese „Fernbedienungen mit Display“. Diese Geräte senden nicht stupide Tastendrücke aus, nein sie korrespon-dieren mit der Pumpe über Batteriezustand, verbleibender Insulinwirkzeit, Insulinvorrat und noch vielen anderen wichtigen Parametern. Mit ihnen misst man den Blutzucker, gibt Art der körperlichen Tätigkeit und Menge des Essens an und erhält dann den Insulindosierungsvorschlag. Vergleichbar mit einem Navigationsgerät, das aber dank uns Blinden sprechen kann. Text to Speech. Warum fehlt bei dem Insulinpumpen-Navi die Sprache?

Um diese Belange und Probleme der erblindenden und blinden Diabetiker habe ich mich auch im Jahr 2010 gekümmert. Mit dem in unserem Verband vorhandenem blindenspezifischem Wissen und Möglichkeiten können wir Menschen, die durch eine diabetische Retinopathie oder durch ein diabetis-ches Makulaödem ihr Augenlicht verlieren, helfen.

Hier fängt der Aufgabenbereich des Blindenverbandes an.
Ö ffentlichkeitsarbeit im diabetischen Umfeld, d.h. Diabetiker, Angehörige, Mediziner und Pharmaindustrie sind anzusprechen. Nur wenn in Industrie und Ärzteschaft bewusst wird, dass es die blinden Diabetiker wirklich gibt, können wir unsere Forderung nach durchgängig barrierefreien medizin-technischen Hilfsmitteln durchsetzen. Aber das kann man nur erreichen wenn ein starker Verband hinter den Diabetesbeauftragten steht.
Diana Droßel

Tätigkeitsbericht der Sehbehindertenbeauftragten
Die Beratung der von einer Sehbehinderung betroffenen Menschen ist weiterhin der Schwerpunkt meiner Tätigkeit. Die Veranstaltung des Sehbehindertentages bot dieses Jahr eine besonders gute Möglichkeit über unsere Arbeit zu informieren und auf die Belange sehbehinderter Menschen aufmerksam zu machen.

In diesem Jahr fiel der Sehbehindertentag am 6. Juni auf einen Sonntag. Dies war eine gute Gelegenheit in einem Gottesdienst über das Leben mit einer Sehbehinderung zu sprechen. Ich bat den Pfarrer der Evangelischen Stadtkirche in Troisdorf diesen Sonntag mit uns als „Sehbehindertensonntag“ zu feiern.

Das Motto lautete für 2010 „Schlecht sehen kann ich gut“ – das gilt für rund eine Million Menschen in Deutschland, die mit einer Sehbehinderung leben müssen. Während des Gottesdienstes sprachen ein Vorstandsmitglied des Blinden- und Sehbehindertenvereins Bonn/Rhein-Sieg und die Leiterin der Regionalgruppe Bonn der Pro Retina als Selbstbetroffene zu der Gemeinde über ihre Lebenssituation.

Anschließend konnten sich die Gäste auf dem Kirchplatz an Ständen über unsere Arbeit informieren. Mit Hilfe von Simulationsbrillen konnten Sehbehinderungen nachvollzogen werden. Ein Optiker stellte vergrößernde Sehhilfen vor und das Büro für Barrierefreie Medien präsentierte seine Produkte. Eine Künstlerin hatte ihre Kunstwerke zum Ertasten zur Verfügung gestellt, und die Tandemgruppe „Weiße Speiche“ aus Köln informierte über das Tandemfahren. Eine Mitarbeiterin des Rhein-Sieg-Anzeigers und die Behindertenbeauftragte der Stadt Sankt Augustin besuchten die Veranstaltung und berichteten darüber in der Presse.

Im April nahm ich an einem Forschungs-Kolloquium der Pro Retina Stiftung zur Verhütung von Blindheit in Potsdam teil. Ich informierte mich über die Entwicklung der Forschung bei der Behandlung von Augenerkrankungen.

Im Juni und November fanden zwei vorbereitende Sitzungen der Fachgruppe Auge in der Geschäftsstelle des Blinden- und Sehbehindertenvereins West-falen in Dortmund statt, an denen ich teilnahm. Die Blinden- und Sehbehin-dertenverbände in Nordrhein-Westfalen bereiten die Gründung einer Fachgruppe Auge vor. Das Ziel ist, Patienten nach der Diagnosestellung durch den Augenarzt zusätzliche Informationen und Hilfestellung zu ihrer Augenerkrankung zu geben. Wir wollen Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration, Glaukom, Katerakt, Diabetischer Retinopathie, Hör-/Sehbehinderung, Taubblindheit und Usher krankheitsspezifische Hilfestellung geben.

Im Oktober beantwortete ich anlässlich einer Informationsveranstaltung des BSV Bonn/Rhein-Sieg den Teilnehmern Fragen zur Sehbehinderung und zur Bewältigung des Alltags. Bei einer Orientierungs- & Mobilitätstrainerin und einem Optiker konnten die Anwesenden praxisnah die Sehhilfen und Hilfsmittel ausprobieren. Den Schwerpunkt dieser Veranstaltung bildete der Vortrag eines Arztes der Augenklinik Dardenne, Bonn, der über Formen, Verlauf und Therapie der altersbedingten Makuladegeneration sprach.

Im Oktober nahm ich an der Großdemonstration in Kiel teil, um die Abschaffung des Blindengeldes in Schleswig-Holstein zu verhindern.
Ina Jonas


Bad Meinberger Treff
Im Berichtsjahr nahmen 42 Teilnehmer am „Bad Meinberger Treff“ teil. Neben einem ausführlichen sportlichen Rahmenprogramm mit u. a. Rückenschule, Wassergymnastik und Yoga gab es wieder viele interessante Ausflüge. Hier seien nur ein paar beispielhaft erwähnt: Eine Weltreise zu Fuß im „Salvatikum“. Ein Förster erläuterte dort die verschiedenen Waldlandschaften und Charakteristika der Pflanzengemeinschaften aus 14 Weltregionen.
Schon am Tag zuvor gab es einen einstimmenden Vortrag über den Stil der Renaissance mit besonderem Eingang auf die „Weserrenaissance“ und vermittelte Kenntnisse, die man am nächsten Tag bei der Fahrt zur Hämelschenburg - Perle der Weserrenaissance - in der Praxis überprüfen konnte.
Es gab eine theoretische Einführung ins Regelwerk in die in Deutschland noch junge Sportart des Blindenfußballs sowie Einführung in die Blindenfußball-Bundesliga.
Die Touren waren alle in besonderer Weise auf unseren Personenkreis der Blinden und Sehbehinderten ausgerichtet mit Tastmöglichkeiten und Erprobungen.


Bericht des Landeskelgelwart im BSVN

„ Teilnahme an der 39. DBSV-Pokalmeisterschaft in Stralsund
Vom BSV Nordrhein hatten sich insgesamt 12 aktive Keglerinnen und Kegler zur Teilnahme an der 39. DBSV- Pokalmeisterschaft, die vom 30.04. bis 02.05.2010 in Stralsund stattfand, qualifiziert. Von diesen 12 Personen sind letztendlich 6 Personen gefahren, und zwar die Mannschaft aus Moers, die uns dort würdig vertreten hat.
Aber die Bohle-Bahnen hatten es in sich; das bekamen die Meisten von uns zu spüren. Trotzdem wurden gute Ergebnisse erzielt.

Die Siegerehrung wurde vom Bundeskegelwart, Norbert Stolte, und dem Vorsitzenden des BSV Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Herzlich Dank sagen möchten wir an dieser Stelle all unseren Helferinnen und Helfern für den unermüdlichen Einsatz. Ohne ihre Unterstützung wäre die Teilnahme an solchen Turnieren überhaupt nicht denkbar.

Teilnahme von Verbandsmitgliedern beim EBU-CUP
Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass beim EBU-CUP, der vom 28.08. bis
05.09.2010 in Bernried/Niederbayern stattfand, einige Personen aus dem Verbandsgebiet an verschiedenen sportlichen Disziplinen teilgenommen und die eine oder andere Medaille errungen haben.
Darüber hinaus bestand im Rahmen der Veranstaltung die Gelegenheit, die bei uns in Deutschland noch relativ neue Sportart Showdown - auch bekannt unter dem Namen Tischball - kennen zu lernen. Torsten Resa und Thorsten Wolf waren mit einer Platte aus Berlin angereist, um uns diese Sportart näher zubringen.
Es wurde spontan ein Turnier angesetzt, zu dem sich 32 Teilnehmer anmeldeten. Einem Teilnehmer aus Nordrhein gelang es sogar als Anfänger gleich die Silbermedaille zu gewinnen.

Pokalmeisterschaft im Kegeln in Neuss
Am Samstag, dem 25.09.2010, trafen sich drei Mannschaften des BSV-Nordrhein (Bergisch-Gladbach, Bonn/Rhein-Sieg und Moers) sowie 7 Einzelkegler aus Düren, Düsseldorf, Köln und Krefeld im Kegelzentrum "Neusser Kegler e.V. seit 1920" zur
18. Pokalmeisterschaft des BSV- Nordrhein, welche Grundlage für die Qualifikation der Jubiläums-Bundespokalmeisterschaft des DBSV 2011 in Wolfsburg ist.
Man einigte sich im Jubiläumsjahr statt der üblichen 100 Wurf diesmal 120 Würfe zu absolvieren, je 40 auf Schere, Bohle und Classic gekegelt.
Die Mannschaft aus Moers gewann den Mannschafts-Wanderpokal und vertritt den BSV Nordrhein bei den Bundespokalmeisterschaften 2011 in Wolfsburg.
Hugo Ueberberg
(Landeskegelwart im BSVN)“


Deutscher Blinden- und Sehbehinderten-Schachbund
Spielbezirk West –

Aktivitäten im Jahr 2010
20. – 28. Februar
In Bad Meinberg im AURA Zentrum fand die turnusmäßige Bezirks-Einzelmeisterschaft statt. Das Turnier litt unter zahlreichen kurzfristigen Absagen, daher gingen lediglich 12 Teilnehmer an den Start.

23. – 15. April
Jährlich im April findet in Haaksbergen in den Niederlanden ein internationales Blinden-Integrations-Schachturnier statt. Neben den Gastgebern, Belgiern und Engländern finden sich zahlreiche deutsche Spieler dort ein, um sich am Schachbrett zu messen. Der Hauptzweck des Turniers besteht allerdings in der Kontaktpflege zu den Gästen und Gast-familien. Hier haben sich über Jahre richtige Freundschaften gebildet.

09. -15. Mai
Im hessischen Rengshausen bei Homberg wurde die Deutsche Offene Meisterschaft ausgetragen. Aus Nordrhein-Westfalen nahmen drei Spieler teil.

04. September
Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Blinden-Schachclub Essen fand ein Vergleich gegen die sehenden Schachfreunde SC Turm Raesfeld in Essen statt, in welchem die Raesfelder die Oberhand behielten. Es war das zehnte Aufeinandertreffen beider Clubs. Die Veranstaltung wurde mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen.

16. – 22. Oktober
Im Turnier um den Ostsee-Pokal in Timmendorf belegt Ewald Heck einen guten Platz.

30. Oktober – 06. November
Im Turnier der Offenen Südwest-Meisterschaft in Haslach im Schwarzwald errang Günter Thieme einen überraschenden 4. Platz.
Günter Thieme

Dank

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein dankt allen, die seine Arbeit ideell und finanziell unterstützt und gefördert haben.


Der Vorstand / die Geschäftsführung

Gerd Kozyk / 1. Vorsitzender
Heinz van Well / 2. Vorsitzender
Manuela Landsberg / Beisitzerin
Manfred Meyer / Beisitzer
Brigitte Otto-Lange / Beisitzerin
Christian Pollmanns / Beisitzer
Bernd Winkelmann / Beisitzer
Dr. Hans-Joachim Zeißig / Beisitzer

Peter Henseler / Geschäftsführer